Stadt Zürich

    Zwei Verzeigungen nach Einsatz gegen Japankäfer in Kloten ZH

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    In Kloten ZH hat kürzlich ein Pestizid-Einsatz gegen Japankäfer stattgefunden. Zwei Personen weigerten sich jedoch, ihre Gärten bespritzen zu lassen.

    Japankäfer kloten
    Die Larven des Japankäfers ernähren sich hauptsächlich von Graswurzeln und gefährden so Grünflächen aller Art. (Archivbild) - pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Kampf gegen den Japankäfer kam in Kloten Pestizide zum Einsatz.
    • Um die Ausbreitung des Schädlings zu verhindert, wurden Gärten damit bespritzt.
    • Zwei Personen weigerten sich jedoch – und wurden verzeigt.

    Fachleute und Zivilschützer haben die Aktion gegen den Japankäfer in Kloten ZH abgeschlossen. Die meisten Betroffenen zeigten sich kooperativ, aber zwei Personen wurden verzeigt. Sie hatten sich geweigert, ihre Gärten mit Insektizid bespritzen zu lassen.

    Die beiden müssen mit Bussen rechnen, bestätigte die Zürcher Baudirektion am Montag einen Bericht des «Zürcher Unterländer». Weitere Personen hätten nach Gesprächen mit der Polizei der Aktion zugestimmt.

    Bei Stichproben seien dutzende Käfer gefunden worden, erklärte ein Sprecher der Baudirektion auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Das zeigt, dass sich in Kloten eine Population gebildet hat». Die effektive Zahl dürfte weit höher liegen.

    Japankäfer
    Der invasive Japankäfer wurde erstmals im Kanton Genf nachgewiesen und breitet sich in der Schweiz weiter aus. (Archivbild) - keystone

    Offenbar sind seit letzter Woche diverse Hinweise auf Japankäfer ausserhalb von Kloten eingegangen. «Bisher haben sich aber sämtliche Hinweise als falsch erwiesen», heisst es bei der Baudirektion.

    Insektizid-Aktion am Freitag abgeschlossen

    Schon am Freitagnachmittag konnte die Insektizid-Aktion abgeschlossen werden. Begonnen hatten die Fachleute und Zivilschützer am Donnerstagmorgen. Die Verantwortlichen zeigten sich erleichtert, dass das Insektizid rund um den Fundort praktisch lückenlos ausgebracht werden konnte. Dies ist eine wichtige Voraussetzung dafür, den Käferbefall noch tilgen zu können.

    Noch während einiger Wochen werden die Fallen stehen bleiben, um möglichst viele der im Moment fliegenden Käfer einzufangen. Japankäfer haben mehr als 300 Wirtspflanzen, sind also wenig wählerisch. Sie befallen unter anderem Beeren, Obstbäume, Weinreben oder Mais, aber auch Rosen und Bäume wie Ahorn, Birken oder Linden. Ein starker Befall kann grosse Schäden anrichten.

    Bisher ist der Schädling in Populationen in der Schweiz erst im Tessin aufgetaucht.

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