Zwei Personen vergiften sich im Wallis wegen Schweinshaxen-Terrine

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Oberwallis,

    Im Wallis sind zwei Fälle von lebensmittelbedingtem Botulismus festgestellt worden. Zwei Personen haben sich vermutlich beim Verzehr einer Schweinshaxen-Terrine vergiftet und befinden sich derzeit im Spital. Sie wurden mit einem Antitoxin behandelt.

    Die beiden Fälle von lebensmittelbedingtem Botulismus stehen im Zusammenhang mit einer bestimmten Art von Schweinshaxen-Terrine, die auf einigen Walliser Märkten und in Geschäften ve...
    Die beiden Fälle von lebensmittelbedingtem Botulismus stehen im Zusammenhang mit einer bestimmten Art von Schweinshaxen-Terrine, die auf einigen Walliser Märkten und in Geschäften ve... - Recallswiss/DR

    Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat über die App „RecallSwiss“ einen Produkterückruf veröffentlicht, da der Verdacht besteht, dass eine Schweinshaxen-Terrine, die auf den Märkten von Siders und Martigny sowie in bestimmten Metzgereien verkauft wurde, betroffen ist.

    Die Chargen wurden vom Markt genommen. Personen, die ein solches Produkt gekauft haben, werden aufgefordert, es nicht zu verzehren und nicht zu öffnen. Das Produkt müsse entsorgt werden, teilte der Kanton Wallis am Mittwoch mit und bestätigte damit eine entsprechende Meldung von Radio Rhône FM.

    Sich in die Notaufnahme begeben

    Die ersten Symptome treten in der Regel innerhalb von Stunden oder Tagen nach dem Verzehr auf. Dazu können insbesondere Mundtrockenheit, Sehstörungen wie verschwommenes oder doppeltes Sehen, Schwierigkeiten beim Sprechen oder Schlucken sowie Muskelschwäche oder -lähmung gehören.

    Auch Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall können auftreten. In schweren Fällen kann die Lähmung die Atemmuskulatur betreffen und eine intensive medizinische Versorgung erforderlich machen.

    Personen, die dieses Produkt konsumiert haben und Symptome aufweisen, die auf Botulismus hindeuten, sollten sich unverzüglich in die Notaufnahme begeben, heisst es in der Mitteilung des Kantons.

    Um eine rasche Erkennung und Behandlung möglicher neuer Fälle zu ermöglichen, seien die Walliser Gesundheitsfachkräfte über die Situation informiert worden. Insbesondere Notärzte, Allgemeinmediziner, Kinderärzte, HNO-Ärzte, Augenärzte, Neurologen und Pneumologen wurden auf die klinischen Anzeichen hingewiesen, die auf eine Botulismus-Erkrankung hindeuten könnten.

    Im Wallis geht der letzte Fall von lebensmittelbedingtem Botulismus auf das Jahr 1994 zurück. Damals waren zwölf Personen von einem im Zentralwallis verkauften Industrieschinken betroffen, wie Rhône FM berichtete.

    Kommentare

    Weiterlesen

    ef
    10 Interaktionen
    Olten SO
    Clean UP
    38 Interaktionen
    Abfall-Jagd

    MEHR AUS WALLIS

    Schülerproteste
    105 Interaktionen
    Wie Paris
    FC Sion
    Fussball
    Claude-Alain Schmidhalter Swiss-Ski
    6 Interaktionen
    Sitten
    Dealer Wallis
    73 Interaktionen
    Zu lange Knast