Zeitschrift kürt schlechteste Sex-Szenen in Büchern

    Kathrin Röthlisberger
    Kathrin Röthlisberger

    Bern,

    Jedes Jahr zeichnet die «Literary Review» die schlimmsten Sexszenen in der Literatur aus. Nau.ch möchte ihren Lesern die drei bestplatziertesten Textstellen nicht vorenthalten.

    Literatur Buch
    Der amerikanische Pulitzer-Preisträger Joshua Cohen besucht am Wochenende das Literaturfestival in Leukerbad. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Jedes Jahr wird der «Bad Sex in Fiction Award» von der britischen Zeitschrift «Literary Review» vergeben.
    • Dieses Jahr schafften es die Autoren Christopher Bollen, Laurent Binet und Venetia Welby auf das Podest.

    Der «Bad Sex in Fiction Award» ist ein jährlich von der renommierten britischen Zeitschrift «Literary Review» an einen zeitgenössischen Romanautor vergebene Auszeichnung für die schlechteste Beschreibung einer Sex-Szene.

    1. Platz: Christopher Bollen mit «The Destroyers»

    Christopher Bollen konnte die Jury mit seinem Roman «The Destroyers» überzeugen. Die Textstelle «Sie bedeckt ihre Brüste mit ihrem Badeanzug und lässt ihren übrigen Körper aufreizend nackt zurück. Die Haut entlang ihrer Arme und Schultern hat unterschiedliche Schattierungen wie Wasserflecken in einer Badewanne. Ihr Gesicht und ihre Vagina kämpfen um meine Aufmerksamkeit, also blicke ich an mir hinunter auf das Billardregal aus meinem Penis und meinen Hoden» kam beim Team von «Literary Review» derart gut an, dass Bollen den ersten Preis absahnte.

    2. Platz: Laurent Binet mit «Die siebte Sprachfunktion»

    Auch der französische Autor Laurent Binet schaffte mit seinem Buch «Die siebte Sprachfunktion» eine Top-Platzierung. Die Textstelle «Bianca zittert vor Lust. Simon flüstert ihr zu, mit einer Autorität, die er vorher nie verspürt hatte: 'Lass uns einen Verbund eingehen'» brachte dem Autor den guten zweiten Platz ein.

    3. Platz: Venetia Welby mit «Mother of Darkness»

    Der dritte Rang geht an Venetia Welby. Die britische Autorin ist die einzige Frau unter den Nominierten. Ihr Debütroman spielt im Londoner Stadtteil Soho und enthält folgende Szene in der Morgendämmerung: «Teras Augen weiten sich und reflektieren das Licht, Kristallkugeln in Zeit und Raum. Sie seufzt in Farben, als sie ihr weisses Kleid von dem engelsgleichen Fleisch ablegt, das vor dem dunklen, düsteren Bett leuchtet».

    Der «Bad Sex in Fiction Award», der jedes Jahr mit einem Augenzwinkern vergeben wird, soll laut «Literary Review» auf die «grobe, geschmacklose, oft nachlässige Verwendung redundanter sexueller Passagen» hinweisen und «ihr entgegenwirken».

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