Stadt Luzern

    Wirbel um Lohn des Luzerner Spitalchefs – «skandalös»

    Gelöschtes Konto
    Gelöschtes Konto

    Luzern,

    Der Luzerner Kantonsrat wollte eine Senkung der Spitalchef-Entschädigung – doch die Regierung schlägt stattdessen eine massive Lohnerhöhung vor.

    Eingang Luzerner Kantonsspital
    Der Luzerner Kantonsrat will eine Senkung des Lohnes des Spitalchefs – doch die Regierung schlägt stattdessen eine Lohnerhöhung vor. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Kantonsrat fordert für das Luzerner Kantonsspital eine Kürzung des Chef-Lohns.
    • Doch statt dem nachzugehen, will die Regierung das Gehalt erhöhen.

    Der Lohn des Luzerner Spital-Verwaltungsratspräsidenten soll auf das Niveau sinken wie der eines Regierungsrats. Das wären maximal 282’500 Franken bei einem 100-Prozent-Pensum. Im März 2023 reichte SPler David Roth dafür ein Postulat ein.

    Nach gut einem Jahr erklärte der Kantonsrat den Vorstoss als voll erheblich. Die Regierung hingegen war dagegen und hielt eine solche Lohngrenze in der Praxis für «zu weitreichend».

    Martin Nufer
    Martin Nufer ist seit Anfang 2025 Verwaltungsratspräsident der Luks Spitalgruppe. - Luzerner Kantonsspital

    In der für das Luzerner Kantonsspitals (Luks) erarbeiteten Strategie schlägt das Gesundheits- und Sozialdepartement nun sogar eine Lohn-Erhöhung vor.

    Auf über 200'000 Franken soll der Lohn des Spitalchefs steigen, wie die «Luzerner Zeitung» berichtet. Und das bei einem Pensum von um die 50 Prozent.

    Zum Vergleich: Der Ende Dezember 2024 abgetretene Luks-Verwaltungsratspräsident Ulrich Fricker verdiente durchschnittlich etwa 164'000 Franken. Das Pensum hat dabei etwa 40 Prozent betragen.

    Das Gesundheits- und Sozialdepartement erläutert in der «Luzerner Zeitung», dass die Eignerstrategie derzeit überarbeitet und von der Gesamtregierung beschlossen werde. Die Öffentlichkeit erfahre «voraussichtlich im August» Näheres.

    «Skandalös»

    David Roth ist in der «Luzerner Zeitung» «ernüchtert». Kommt es zum Lohn von 200'000 Franken, sei dies «skandalös».

    Fändest du eine Obergrenze für Spitzengehälter sinnvoll?

    Auch Grünen-Co-Präsident Hannes Koch kritisiert, dass die Regierung die Forderungen des Kantonsrats «nicht beachtet».

    SVP-Fraktionschefin Angela Lüthold gibt zu bedenken, dass die Rekrutierung von Personal schwierig sei. Sollte das Maximalsalär tatsächlich so stark steigen, wäre das für die Öffentlichkeit aber kaum nachvollziehbar.

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    Kommentare

    User #3886 (nicht angemeldet)

    Die Luzerner zuständige Regierungsrätin scheint überfordert zu sein. 1.Erst die falsche Personslie Damian Müller, als oberster Chef 2. Nun diese Lohndiskussion die keine sein dürfte 3. Ja zum Finanzausgleich, welches den Steuerzahler nur kostet

    User #6250 (nicht angemeldet)

    ärzte und spitaldirektoren haben ein anrecht darauf, multimillionär zu werden - es lebe der kapitalismus

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