Winterthur: Stadtgarten gehört wieder der Bevölkerung
Der Stadtpark in Winterthur gehört wieder der Bevölkerung. Die Sanierungsarbeiten sind abgeschlossen.

Nach zwei Jahren Bauzeit ist der Stadtgarten und das mitten in der Parkanlage liegende Barockhäuschen vollständig saniert. Im Beisein von Stadtpräsident Stefan Fritschi, Stadträtin Martina Blum und Dr. Jörg Müller-Ganz, ZKB-Bankpräsident, haben die Bauherren und Projektverantwortlichen von Stadtgrün Winterthur an einer Medienorientierung den Stadtgarten in einem symbolischen Akt der Bevölkerung zur Nutzung übergeben.
Stefan Fritschi wie auch Martina Blum sprachen von einem Herzensprojekt.
Ein integrales Projekt
Auf einem Rundgang durch den frisch sanierten Stadtgarten zeigten die Projektverantwortlichen von Stadtgrün Winterthur, welche Arbeiten durchgeführt wurden.
Das Besondere, betonte Beat Kunz, Leiter Stadtgrün Winterthur, sei der integrale Aspekt des Projekts. Mit dem Rückbau der Mauer und dem trennenden Ballfangzaun zwischen Altstadtschulhaus und Stadtgarten sowie offener gestalteten Zugängen und neuen Wegführungen wirkt der Stadtgarten nicht mehr eingegrenzt, sondern verbindet die historischen Gebäude und Verkehrsflächen miteinander.
Das Altstadtschulhaus wurde zur Schule im Park. Ein Nutzungskonzept wird den modernen Ansprüchen an den Freiraum gerecht. «Der Stadtgarten hat nun seine Rolle als grünes Wohnzimmer wieder», so Kunz.
Das Barockhäuschen
Das unter kantonalem Denkmalschutz stehende Barockhäuschen erstrahlt in neuer Farbe. An der Südfassade des Gebäudes musste der in den 1970er-Jahren aufgetragene Zementputz vollständig entfernt werden, um die dortigen Schäden im Fachwerk sanieren zu können. Dabei wurden an mehreren Stellen helle Farbreste gefunden, die Hinweise auf das historische Aussehen des Gebäudes gaben.
Nach dem Auftragen des neuen Kalkputzes wurde die gesamte Fassade in dem wiederentdeckten Weisston gestrichen. Die barocke Sandsteinfassade wurde von der ebenfalls in den 1970er-Jahren aufgetragenen Lassur befreit und Schäden restauriert.
Der zum Teil noch vorhandene echte Winterthurer Sandstein ist nun wieder sichtbar. Er stammt wohl aus dem Rosenberg.
Die Fenster mussten schadstoffsaniert und die Gläser und Rahmen neu befestigt werden. Das Barockhäuschen wurde ans Fernwärmenetz angeschlossen.
Damit wurde die Ablösung der alten Gasheizung möglich. Die öffentliche Toilettenanlage im Untergeschoss wurde durch eine Edelstahlkabine ersetzt und ist nun wieder offen.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in der «Winterthurer Zeitung» erschienen.






