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    Welt-Diabetes-Tag: WHO fordert mehr Programme gegen Fettleibigkeit

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Weltweit steigt die Zahl der zu dicken Kinder und Jugendlichen alarmierend. Zum Welt-Diabetes-Tag an diesem Samstag ruft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) alle Länder auf, Fettleibigkeit besonders bei jungen Leuten entschiedener zu bekämpfen.

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ruft zum Welt-Diabetes-Tag zum Kampf gegen die Fettleibigkeit auf. (Archivbild)
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ruft zum Welt-Diabetes-Tag zum Kampf gegen die Fettleibigkeit auf. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/ANJA NIEDRINGHAUS

    Das Wichtigste in Kürze

    • Starkes Übergewicht ist einer der grössten Risikofaktoren für Diabetes.

    Die WHO: «Gesund essen, sich regelmässig bewegen, normales Gewicht beibehalten und Tabakprodukte vermeiden sind Möglichkeiten, um Diabetes zu verhindern oder hinauszuzögern.»

    Die WHO schätzt, dass 6 Prozent der Weltbevölkerung Diabetes haben. Das sind mehr als 420 Millionen Menschen. In absoluten Zahlen sind weltweit heute viermal so viele Menschen daran erkrankt wie 1980. 1,6 Millionen Menschen sterben durch ihre Krankheit jedes Jahr.

    In der Coronavirus-Pandemie seien Diabetes-Kranke besonders gefährdet, weil sie bei einer Infektion eher mit einem schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 rechnen müssten, so die WHO. In vielen Ländern ist die Versorgung von Diabetes-Patientinnen und -Patienten wegen der Pandemie erschwert oder unterbrochen.

    «Der Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten einschliesslich Insulin ist alarmierend niedrig», sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Gerade ärmere Länder brauchten finanzielle und logistische Unterstützung, um die Bevölkerung besser versorgen zu können.

    Die weitaus häufigste Erkrankungsform von Diabetes ist der Typ 2. Ein hohes Risiko dafür haben vor allem ältere und übergewichtige Menschen. Bei ihnen sinkt die Wirksamkeit von Insulin im Körper mit den Jahren ab. Viele Erkrankte produzierten auch immer weniger von diesem lebensnotwendigen Stoffwechselhormon, das insbesondere den Kohlenhydratstoffwechsel steuert.

    Typ-1-Diabetes bricht im Kindes- oder Jugendalter aus und ist vergleichsweise selten. Bei der Autoimmunerkrankung produziert die Bauchspeicheldrüse kein oder zu wenig Insulin. Vor allem junge Typ-1-Diabetiker mit gut eingestellten Werten und ohne Diabetes-Folgeerkrankungen haben nach Angaben der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) kein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Corona-Infektion.

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