Wegen Ferien in der Schweiz kämpft Theresa May gegen den Klimawandel

    Janika Mielke
    Janika Mielke

    Grossbritannien,

    Theresa May geht in ihrer Freizeit gerne wandern. Wanderungen in den Schweizer Bergen verdeutlichten ihr, dass man beim Klimawandel handeln muss.

    Schweiz Theresa May
    Theresa May und ihr Mann gehen gerne in den Schweizer Bergen wandern. Da sie sehen konnte, wie sehr sich die Natur in den letzten Jahren veränderte, möchte sie sich noch mehr fürs Klima einsetzen. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Theresa May geht gerne in den Schweizer Bergen wandern.
    • Dabei konnte sie über die Jahre beobachten, wie sehr sich die Natur verändert.
    • Nun möchte sie sich mehr für den Klimawandel einsetzen.

    Bis 2050 möchte Grossbritannien Netto-Null-Emissionen haben. Dafür setzt sich Theresa May (62) stark ein. Die Erkenntnis, dass die Umwelt beträchtlich unter dem Klima leide, hatte sie während Wanderferien – in der Schweiz.

    Die britische Premierministerin geht mit ihrem Mann Philip gerne in der Schweiz wandern. Während der Wanderungen im Laufe der letzten zehn Jahre erkannte sie: Die Gletscher in den Schweizer Alpen ziehen sich immer mehr zurück. Sie betont gegenüber «The Guardian», dass diese Erkenntnis ihr «die Bedeutung des Klimawandels deutlich gemacht» hat.

    Theresa May
    Ein Urlaub in den Schweizer Bergen verdeutlichte Theresa May die Dringlichkeit im Kampf gegen den Klimawandel. - Keystone

    May freut sich auf das G20-Treffen Ende Juni in Japan. Auch dort möchte sie die Bedeutung des Klimawandels betonen: «Eines der Themen, über die wir sprechen werden, ist der Klimawandel. Und ich freue mich sehr, sagen zu können: Unser Netto-Null-Ziel für 2050 wird, wenn wir aus dem Flugzeug steigen, in Grossbritannien gesetzlich verankert sein. Und das ist natürlich wichtig, um sicherzustellen, dass wir in Zukunft nicht zum Klimawandel beitragen.»

    Anfang Juni stellte Grossbritannien einen Plan vor, der vorsieht, bis 2050 Netto-Null-Emissionen umgesetzt zu haben. Doch dieses Ziel ist für Theresa May nicht genug. Sie sagte, sie werde andere Politiker auffordern, dem Beispiel Grossbritanniens zu folgen, denn: «Die G20 machen 80 Prozent der Emissionen aus. Es geht also nicht nur darum, was Grossbritannien tut, sondern auch darum, was wir gemeinsam tun können.»

    Deshalb werde sie in den kommenden zwei Tagen mit den anderen Länder-Führern sprechen und ihnen eine Botschaft zukommen lassen: Wie wichtig es ist, dass andere Nationen dem Beispiel Grossbritanniens folgen und in dieser Angelegenheit handeln.

    Der überraschende Netto-Nullplan war eine von einer Reihe von Richtlinien, die von Downing Street in den letzten Wochen angekündigt wurden. May versucht momentan, ein Vermächtnis zu sichern, das über die Nichtlieferung des Brexits hinausgeht.

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