Vier von fünf Menschen in der Schweiz nutzen künstliche Intelligenz

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Bern,

Künstliche Intelligenz verbreitet sich rasant. So verwenden 80 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz diese unterdessen sowohl am Arbeitsplatz als auch privat.

Künstliche Intelligenz
Vier von fünf Schweizern nutzen künstliche Intelligenz. - keystone

Künstliche Intelligenz verbreitet sich rasant. So verwenden 80 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz diese unterdessen sowohl am Arbeitsplatz als auch privat. Gemäss einer Umfrage entspricht dies einer Verdoppelung innerhalb von zwei Jahren. Besonders hoch ist die Verbreitung von KI bei den 15- bis 34-Jährigen.

Dabei wird künstliche Intelligenz (KI) nicht mehr nur für Texte und Übersetzungen eingesetzt: Auch Suche, Einkaufsberatung und E-Learning gehören zu den Anwendungsbereichen. Zu diesem Ergebnis kommt der Digimonitor der Interessengemeinschaft elektronische Medien (IGEM) und der WEMF AG für Werbemedienforschung gemäss einer Mitteilung vom Dienstag.

77 Prozent der Befragten verwenden den KI-Modus innerhalb der klassischen Suchmaschinen, 57 Prozent nutzen KI-Plattformen gezielt für die Suche. Somit werden KI-Plattformen häufiger für die Suche genutzt als YouTube mit 34 Prozent oder Social Media mit 28 Prozent.

Fernsehen behält festen Platz

Was die Umfrage aber auch zeigt: Fernsehen bleibt in der Schweiz breit verankert. 92 Prozent der Bevölkerung nutzen TV-Angebote mindestens gelegentlich, 54 Prozent sehen täglich fern. Gleichzeitig hat sich auch Streaming etabliert: 47 Prozent der Bevölkerung streamen täglich TV- oder Videoinhalte.

Die mit Abstand meistgenutzte Video-Plattform ist YouTube. Sie erreicht 80 Prozent der Bevölkerung, gefolgt von Play SRF/RTS/RSI beziehungsweise Play Suisse mit 59 Prozent und Netflix mit 54 Prozent.

Aber auch der Kino-Besuch bleibt beliebt. So war gemäss der Umfrage mehr als die Hälfte der Bevölkerung (56 Prozent) in den vergangenen sechs Monaten im Kino. Am höchsten ist die Kino-Nutzung bei den 15- bis 34-Jährigen.

Audio bleibt ebenfalls ein fester Bestandteil im Medienalltag. Das ist eine weitere Erkenntnis der Umfrage. Demnach werden über alle Audio-Angebote hinweg täglich 80 Prozent der Bevölkerung erreicht. Die Nutzung verschiebt sich jedoch weiter von Radio zu Streaming. Dementsprechend ging der tägliche Radiokonsum seit 2024 von 52 Prozent auf 45 Prozent zurück.

Social Media wird Nachrichtenkanal

Soziale Netzwerke im Internet werden von zwei Dritteln der Bevölkerung täglich genutzt. Während die Nutzung von Social Media in der Deutschschweiz und bei Personen ab 55 Jahren deutlich tiefer ausfällt, gehören diese Netzwerke für jüngere Zielgruppen fest zum Alltag.

Social Media dient in erster Linie der Unterhaltung. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung nutzt es aber auch als Nachrichtenkanal. 44 Prozent nutzen Social Media zudem für E-Learning. Besonders bei den 15- bis 34-Jährigen spielt Social Media eine wichtige Rolle bei der Informationssuche, für Tutorials, Nachrichten und Kaufberatung. Social Commerce, also der direkte Kauf über Social Media, bleibt dagegen mit 18 Prozent Nutzung vergleichsweise wenig verbreitet.

An der Spitze als meistgenutzte Social-Media-Plattform bleibt Instagram. 45 Prozent der Bevölkerung nutzen Instagram täglich, vor Facebook mit 26 Prozent, Snapchat mit 16 Prozent und TikTok mit 14 Prozent. Deutlich an Reichweite verloren hat X (ehemals Twitter): Dessen Nutzung sank seit 2024 von 17 Prozent auf 10 Prozent.

Bei den 15- bis 34-Jährigen liegt Instagram mit 72 Prozent täglicher Nutzung deutlich an der Spitze, vor Snapchat mit 44 Prozent und TikTok mit 31 Prozent.

Gaming wird immer beliebter

Immer beliebter wird Gaming. So spielen 60 Prozent der Bevölkerung mindestens gelegentlich digitale Spiele. Das Wachstum zeigt sich gemäss Umfrage vor allem in der Deutschschweiz, bei Männern und bei Personen ab 55 Jahren. Auch die tägliche Nutzung nimmt zu: Besonders auffällig ist diese Entwicklung bei älteren Frauen. So spielt unterdessen jede dritte Frau zwischen 55 und 75 Jahren täglich digitale Spiele.

Der Digimonitor erhebt seit 2014 jährlich die Nutzung von elektronischen Medien und Geräten in der Schweiz. Ab 2024 sind die Daten laut den Auftraggebern repräsentativ für die internetnutzende Schweizer Bevölkerung im Alter von 15 bis 75 Jahren. Die Online-Befragung fand von März bis April unter 1957 Personen im Alter zwischen 15 und 75 Jahren in allen Landesteilen statt.

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