Vier Millionen Schweizer pendeln zur Arbeit

    Keystone-SDA
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    Neuchâtel,

    Der Pendlerverkehr in der Schweiz hat zugenommen, die Ströme werden immer dichter. Auch Auszubildende müssen oft einen weiten Weg auf sich nehmen.

    Autobahnkreuz Zürich
    20 Prozent der Pendler müssen eine Kantonsgrenze überschreite. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • 71 Prozent der Schweizer Erwerbstätigen arbeiten ausserhalb ihrer Gemeinde.
    • Die meisten Pendler benutzen ihr Auto, um zur Arbeit zu gelangen.

    Die kleine, tägliche Völkerwanderung: Vier Millionen Schweizer pendeln zur Arbeit, 0,8 Millionen Auszubildende zu ihren Unterrichtsstätten. Neun von zehn Erwerbstätigen waren 2017 Pendler, das heisst, sie mussten ihr Wohngebäude verlassen, um zur Arbeit zu kommen.

    grafik
    Die Grafik zeigt die wichtigsten Pendlerströme der Schweiz. - Bundesamt für Statistik

    Die Arbeitswege werden immer länger, die Pendlerströme immer dichter: Von den Erwerbstätigen arbeiteten letztes Jahr 71 Prozent ausserhalb ihrer Gemeinde, wie neue Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen. 1990 waren es noch 59 Prozent gewesen.

    Die Grafik zeigt die Anzahl der Pendler je nach Arbeitsweg.
    Die Grafik zeigt die Anzahl der Pendler je nach Arbeitsweg. - Bundesamt für Statistik

    Im selben Zeitraum stieg der Anteil der Pendler, welche die Kantonsgrenze überquerten, von 12 auf 20 Prozent. Basel-Stadt und Zug waren gemessen an ihrer Grösse die Kantone, welche am meisten Pendlerinnen und Pendler aus anderen Kantonen anzogen. Am wenigsten attraktiv für ausserkantonale Arbeitskräfte war das Tessin.

    Hauptsächlich mit dem Auto

    Für über die Hälfte der Arbeitspendler war das Auto das Verkehrsmittel der Wahl. Etwa jeder sechste nahm die Eisenbahn, für etwas weniger genügte der öffentliche Strassenverkehr. Naturgemäss war die Verteilung bei den Ausbildungspendlern ganz anders: 16 Prozent benutzten das Auto, respektive den Schulbus. 41 Prozent nahmen die Eisenbahn, ein Viertel Tram und Bus. Wie bei den Arbeitnehmern auch, ging etwa jeder zehnte zu Fuss.

    Dass Schüler, Studenten und Lehrlinge öfter die Eisenbahn benutzen, hängt nicht nur damit zusammen, dass sie selten einen Führerschein besitzen. Es liegt auch an der Anfahrtsstrecke: Arbeitnehmende haben einen durchschnittlichen Hinweg von 15 Kilometer, für den sie 30 Minuten benötigen. Auszubildende legen dagegen durchschnittlich 21 Kilometer in 40 Minuten zurück.

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