Mann (43) nach Tötungsdelikt in Stein AG verhaftet
Ein vermisster 33-Jähriger wurde in Stein AG zerstückelt aufgefunden. Die Polizei hat seinen Zimmergenossen (43) festgenommen.

Das Wichtigste in Kürze
- Bekannte fanden die Überreste des Vermissten am Rheinufer in Stein AG.
- Unter Tatverdacht steht sein 43-jähriger Zimmergenosse aus der Asylunterkunft.
- Der Tathergang und das Motiv sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Ein grausiger Fund beschäftigt die Aargauer Ermittler: Am Sonntag entdeckten Bekannte eines vermissten Mannes menschliche Überreste am Rheinufer in Stein AG. Die Leiche war zerstückelt und in Abfallsäcken im Rhein sowie nahe dem Ufer deponiert worden.
Inzwischen steht fest: Der Tote ist ein 33-jähriger Mann aus Burundi. Unter Tatverdacht steht sein Zimmergenosse aus einer nahegelegenen Asylunterkunft. Das geht aus einer Mitteilung der Aargauer Strafverfolgungsbehörden hervor.
Bekannte meldeten ihn am Vortag als vermisst
Bekannte hatten den 33-Jährigen am Samstag, 24. Oktober, als vermisst gemeldet. Bereits am nächsten Morgen fanden sie die Überreste unweit der gemeinsam bewohnten Unterkunft. Sie verständigten umgehend die Polizei.

Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg eröffnete eine Strafuntersuchung wegen eines Tötungsdelikts. Am Dienstag konnte mithilfe des Instituts für Rechtsmedizin bestätigt werden, dass es sich beim Toten um den Vermissten handelt.
Die rechtsmedizinischen Untersuchungen lieferten zudem erste wichtige Hinweise zur Tat. Auch das Verhalten mehrerer Personen aus der Unterkunft weckte laut Mitteilung Verdachtsmomente. Diesen gingen die Ermittler in den vergangenen Tagen nach.
Zimmergenosse am Dienstagabend festgenommen
Bei einer grossangelegten Aktion durchsuchte die Kantonspolizei die Asylunterkunft und die Umgebung des Fundorts. Dabei kamen verschiedene Spezialisten zum Einsatz. Die Behörden koordinierten die Aktion eng mit dem kantonalen Sozialdienst, auch wegen der Sicherheit und Betreuung der Bewohnenden.

Die sichergestellten Beweismittel erhärteten den Verdacht gegen einen 43-jährigen Mann aus Bangladesch. Er teilte sich mit dem Opfer ein Zimmer.
Die Polizei nahm ihn am Dienstagabend fest. Die Staatsanwaltschaft hat Untersuchungshaft beantragt.
Tathergang und Motiv noch unklar
Wie und weshalb der 33-Jährige getötet wurde, wird weiterhin untersucht. Bislang gibt es keine Hinweise auf ein politisches oder religiöses Motiv.
Der Tatverdächtige zeigte im Verlauf der Ermittlungen psychische Auffälligkeiten. Ob diese mit der Tat zusammenhängen, wird abgeklärt.
Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.






