Umstrittene Mobilfunkanlage in Tegerfelden AG kann errichtet werden

    Keystone-SDA Regional
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    Nach langem Rechtsstreit darf die Swisscom eine neue Mobilfunkanlage in Tegerfelden AG im Bezirk Zurzach errichten.

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    Umstrittene Mobilfunkanlage in Tegerfelden AG kann errichtet werden. (Symbolbild) - dpa-infocom GmbH

    Nach einem fünf Jahre dauernden Rechtsstreit kann die Swisscom in Tegerfelden AG im Bezirk Zurzach eine neue Mobilfunkanlage errichten. Das Bundesgericht hat die Beschwerde eines Ehepaars gegen das Projekt abgewiesen. Die Baubewilligung ist rechtskräftig.

    Die Beschwerde gegen das Urteil des kantonalen Verwaltungsgerichts sei unbegründet, geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Urteil des Bundesgerichts hervor. Die geplante Mobilfunkanlage in der Wohnzone sei bewilligungsfähig.

    Die Lausanner Richter stützen die Ausführungen des Verwaltungsgerichts. Es handelt sich demnach um eine adaptive Antenne, die nach einem «worst case»-Szenario, also unter Annahme einer gleichzeitigen Abstrahlung der grösstmöglichen Sendeleistung in alle Richtungen, zu beurteilen ist.

    Herkömmliche Mobilfunkantennen senden mit einer konstanten räumlichen Verteilung der Strahlung. Adaptive Antennen sind dagegen in der Lage, das Signal tendenziell in die Richtung des Mobilfunkgerätes zu fokussieren und es in andere Richtungen zu reduzieren.

    Adaptive Antennen und 5G-Technologie

    Wie es in den Erwägungen des Bundesgerichts weiter heisst, können solche Antennen mit der neusten Mobilfunkgeneration (5G), aber auch mit bisherigen Technologien (4G) kombiniert werden.

    Die Beurteilung adaptiver und herkömmlicher Antennen nach gleichen Grundsätzen führt laut Bundesgericht dazu, dass der Effizienzgewinn der neuen Technologie dem Schutz vor nichtionisierender Strahlung zugutekommt.

    Das Bundesgericht hielt zudem fest, dass innerhalb der Bauzone von Bundesrechts wegen keine Pflicht zur Standortkoordination und zur Prüfung von Standortalternativen bestehe. Die unterlegenen Beschwerdeführer müssen die Bundesgerichtskosten von 4000 Franken bezahlen.

    Kommentare

    User #6190 (nicht angemeldet)

    "Adaptive Antennen" also das sogenannte "Beamforming" sorgt dafür, dass die Sendeenergie primär dort hin gelangt wo sie auch benötigt wird. Die Richtung schaltet dabei bis zu einigen tausend mal pro Sekunde um. Somit wird die Sendeenergie kurzzeitig bei Bedarf fokussiert und die Gesamtbestrahlung über die Zeit (Mittelwert) massiv reduziert, mit 5G ist das möglich! Alte Anlagen decken einfach ein komplettes Segment mit Leistung zu, auch wenn dort keine Endgeräte sind. Daher ist mir immer noch schleierhaft warum die Gegner 5G bekämpfen aber 4G trotz höherer Strahlung tolerieren.

    User #1416 (nicht angemeldet)

    für Rheumakranke ist das ein Graus.

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