Umfrage: Reguläre Abschlussprüfungen für Betriebe machbar

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Laut einer Umfrage finden die Schweizer Lernbetriebe, dass reguläre Abschlussprüfungen trotz Corona machbar sind. Bei der Chancengleichheit sind sie skeptisch.

    Lehrling
    Ein Lehrling bei der Arbeit. (Archiv) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Lernbetriebe finden laut Umfrage, dass reguläre Abschlussprüfungen machbar sind.
    • In Sachen Chancengleichheit sind sie allerdings skeptisch.
    • Schwächere Lernende bräuchten mehr Zeit und Hilfe, um wegen Corona Verpasstes nachzuholen.

    Die Betriebe, die Lernende ausbilden, sind in einer Umfrage zwar mehrheitlich der Ansicht, dass die Lehrabschlussprüfungen in diesem Jahr trotz Pandemie regulär durchgeführt werden können. Eher skeptisch sind sie allerdings in Sachen Chancengleichheit.

    Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Portals Yousty und des Lehrstellenpuls der ETH Zürich. Rund 2600 Betriebe beteiligten sich daran. Rund jede zweite Lehrfirma gab zu bedenken, dass schwächere Lernende mehr Zeit und Hilfe bräuchten, um wegen der Pandemie Verpasstes nachzuholen.

    Lehrlinge habe zu wenig Zeit, Verpasstes nachzuholen

    15 Prozent der Betriebe gaben zudem an, dass die jungen Leute nicht genügend Zeit hätten, um verpassten Stoff nachzuholen. Daneben gibt es aber auch Unsicherheiten zur organisatorischen Seite.

    Für 28 Prozent, also fast jeden dritten antwortenden Betrieb, ist unsicher, ob Prüfungen vor Ort überhaupt stattfinden können. Die Frage, was mit Jugendlichen geschieht, die während der Prüfungen in Quarantäne müssen, wurde von rund jedem fünften Betrieb aufgeworfen.

    Jeder zehnte Betrieb gab auch, wegen der Schutzmassnahmen nicht über genügend Ressourcen zu verfügen, um Abschlussprüfungen regulär durchführen zu können.

    Kenntnisse der Lehrlinge nimmt ab

    Generell sind die Firmen der Ansicht, dass rund ein Jahr Pandemie mit unregelmässigem Unterricht und Wechseln in der Ausbildung im Betrieb nicht spurlos an den Auszubildenden vorbeigegangen sei. Die Firmen seien zwar etwas optimistischer, was das Nachholen angehe, fänden aber, dass die theoretischen und betriebspraktischen Kenntnisse ihrer Auszubildenden abgenommen hätten.

    Der Bundesrat will zwar, dass Lehrabschluss- und auch Maturitätsprüfungen in diesem Jahr regulär stattfinden. Für den Fall, dass dies nicht möglich ist, hat er im März vorgesorgt mit Ausnahmeregelungen. Bereits 2020 konnten die Abschlussprüfungen nicht für alle Jugendlichen regulär durchgeführt werden.

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