Trockenheit lässt Schweizer Gewässer auf Rekordtiefs sinken

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Flüsse und Bäche in der Schweiz führen wegen der anhaltenden Trockenheit aussergewöhnlich wenig Wasser. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) registrierte im Juli an elf Messstationen sogar historische Tiefststände.

    Schweizer Gewässer führen teilweise so wenig Wasser wie noch nie. (Symbolbild)
    Schweizer Gewässer führen teilweise so wenig Wasser wie noch nie. (Symbolbild) - KEYSTONE/ANDREAS BECKER

    Zwischen dem 1. April und dem 31. Juli verzeichnete damit rund ein Fünftel der Messstationen einen Rekordtiefstand für diese Jahreszeit, wie das Bafu der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Es bestätigte damit einen Bericht des «Tages-Anzeigers».

    Die Abflüsse vieler Gewässer seien nördlich der Alpen so tief, wie dies nur alle zwei bis zehn Jahre, teilweise sogar nur alle 30 bis 100 Jahre oder noch seltener vorkomme, so das Bafu. Südlich der Alpen sei die Situation weniger dramatisch, unter anderem dank der Gletscherschmelze.

    Gewitter halfen kaum

    Besonders betroffen sind das Mittelland und der Jura. Am Doubs bei Ocourt JU und am Rhein bei Basel zeigt sich die Trockenheit deutlich. In Basel liegen die Abflüsse seit Jahresbeginn – mit Ausnahme des Februars – unter dem langjährigen Mittel.

    Auch die Gewitter in der ersten Hälfte der vergangenen Woche konnten die Abflüsse der betroffenen Gewässer kaum verbessern, wie das Bafu festhält. In der Schweiz sind einzig jene Bäche und Flüsse weniger stark betroffen, deren Wasserführung massgeblich von der Gletscherschmelze beeinflusst wird.

    Auch die Seen sind betroffen

    Aussergewöhnlich tief sind auch die Pegelstände zahlreicher Seen, darunter der Bodensee, Walensee, Zürichsee, Zugersee und Lago Maggiore. Betroffen sind zudem kleinere Seen wie der Sempacher- und der Hallwilersee.

    Die Schweiz verfüge zwar weiterhin über «reichlich Wasserressourcen», betont das Bafu. Der Klimawandel werde deren Verfügbarkeit jedoch verändern: Die Wasserzufuhr aus Schnee- und Gletscherschmelze nimmt ab. Trockenperioden dürften häufiger und länger werden, mit mehr Wasser im Winter und weniger im Sommer. Die über das Jahr verfügbare Wassermenge dürfte dagegen nur leicht zurückgehen.

    Kommentare

    User #3511 (nicht angemeldet)

    Etwas lange her, um für den Vergleich herzuhalten,

    User #3085 (nicht angemeldet)

    Im Jahre 1540 waren sie gar ausgtrocknet. Z.B. der Bodensee - Lindau war keine Insel mehr. In Basel konnten die Bürger grossteils trocknenen Fusses durch den Rhein spazieren.

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