Toggenburger Künstler erhält einen Förderpreis der IBK
Der Toggenburger Künstler Hanes Sturzenegger hat am Mittwochabend in Zürich einen der diesjährigen Förderpreise für Kulturschaffende der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) erhalten. Der Preis ist mit 10'000 Franken dotiert.

Sieben Preise à je 10'000 Franken vergab die IBK am Mittwochabend an Künstlerinnen und Künstler aus Baden-Württemberg, Bayern, Vorarlberg, dem Fürstentum Liechtenstein sowie aus den Kantonen Schaffhausen, Zürich und St. Gallen. Dieses Jahr wurden gemäss einer Mitteilung Arbeiten ausgezeichnet, die «Kunst mit anderen Bereichen verbinden und neue Perspektiven auf gesellschaftliche, wissenschaftliche und alltägliche Themen eröffnen».
Hanes Sturzenegger aus Lichtensteig beispielsweise habe die Jury mit seinem transdisziplinären Ansatz, der «Bildende Kunst mit kulturwissenschaftlicher Forschung, traditioneller Almwirtschaft, regionalem Handwerk und experimenteller Lebensmittelherstellung» verbinde, überzeugt.
Der Toggenburger Künstler mit Jahrgang 1992 untersucht gemäss Communiqué in seiner Kunst, wie Menschen, Tiere und Mikroorganismen zusammenleben. In mehreren Arbeiten kartierte er die alpine Kulturlandschaft der Schweiz. «Er konserviert Geschmack und Geruch einzelner Bergregionen und macht sie in Ausstellungen und Performances sinnlich erfahrbar.» Dafür arbeite er unter anderem mit Textilkünstlerinnen und Älplerinnen zusammen und experimentiere mit Techniken des Fermentierens.
Die Jury habe auch sein langjähriges Engagement für die Vernetzung und Förderung anderer Kunstschaffender gewürdigt.
Förderpreise werden seit 1991 vergeben
Die Förderpreise der IBK werden seit 1991 jährlich in wechselnden Sparten verliehen. Es können maximal sieben Preise in der Höhe von jeweils 10'000 Schweizer Franken vergeben werden. «Ausgezeichnet werden Personen mit einem herausragenden Potenzial im jeweiligen Kulturbereich», heisst es seitens der IBK.
Die Internationale Bodensee-Konferenz ist die gemeinsame Plattform der Regierungen der Länder und Kantone Baden-Württemberg, Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Fürstentum Liechtenstein, Vorarlberg und Bayern. Ziel ist es gemäss eigenen Angaben, die Bodenseeregion als attraktiven Lebens-, Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum zu erhalten.






