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    Tessin rechnet 2027 mit einem Minus von knapp 100 Millionen Franken

    Keystone-SDA
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    Bellinzona,

    Der Tessiner Staatsrat hat am Mittwoch in Bellinzona sein Budget für das Jahr 2027 vorgestellt. Darin vorgesehen ist ein Defizit von 98,5 Millionen Franken bei einer Selbstfinanzierung von 129,1 Millionen. Damit dürften die Schulden auf drei Milliarden Franken anwachsen.

    Tessin
    Die Schulden des Kantons Tessin dürften 2027 auf über drei Milliarden Franken anwachsen. - keystone

    Für 2027 sollten die laufenden Ausgaben des Kantons jene von 2026 um 101 Millionen Franken übersteigen. Das Budget sah einen Anstieg der Ausgaben um 99 Millionen Franken (+2,5 Prozent gegenüber 2026) vor, wies aber auch eine Zunahme der Einnahmen um 106,6 Millionen Franken (+2,6 Prozent) aus. Das Eigenkapital blieb mit -396 Millionen Franken negativ.

    Unter Berücksichtigung der Investitionen erreichte der Finanzierungsbedarf 161,4 Millionen Franken, gegenüber 167,6 Millionen im Vorjahr. Laut dem Staatsrat haben die während der Legislaturperiode ergriffenen Massnahmen die Verschlechterung der Kantonsfinanzen um rund 240 Millionen Franken gebremst, trotz eines von «Unsicherheit» geprägten Umfelds.

    Künftig plane der Kanton, seine finanziellen Beziehungen zum Bund und zu den Gemeinden zu überprüfen und sektorale Reformen umzusetzen. Der Staatsrat beantragt dem Parlament, das Budget zu genehmigen.

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    Kommentare

    User #3550 (nicht angemeldet)

    Ein Grund für die Minuserträge im Tessin ist die hohe Anzahl der Zweitwohnungen, wodurch die Steuereinnahmen trotz der hohen Steuern nicht ausreichen. Meine Frau und ich wohnen seit vielen Jahren im Tessin am Lago Maggiore in unserem Haus, das wir als Hauptwohnsitz haben. Ausserhalb der Urlaubszeiten ist es hier wie ausgestorben. Selbst wenn man die Anzahl der Zweitwohnsitz-Wohnungen deutlich reduzieren würde, würde es nicht viel bringen, denn um hier im Tessin den Hauptwohnsitz haben zu können, muss man entweder genug Geld haben, oder einen Beruf mit sehr gutem Einkommen ausüben können, damit man sich das Wohnen hier leisten kann. Das Problem wird aber weiterhin bestehen bleiben, denn hier gibt es nicht genügend Arbeitsplätze. Ergo wird das Tessin weiterhin mit hohen Schulden klar kommen müssen.

    User #1505 (nicht angemeldet)

    Sehr hohe Miet, Eigentumkosten, Steuern, und trotzdem Minus. Heisst Misswirtschaft wie im Bilderbuch

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