Tageskarte für 84 Franken: Preise fürs Skifahren steigen erneut
Die Seilbahnen haben in den letzten zwölf Monaten fast zwei Mia. Franken umgesetzt. Trotzdem steigen in der kommenden Saison die Preise für die Tageskarten.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Seilbahnen haben in der vergangenen Saison fast zwei Milliarden Franken umgesetzt.
- Trotzdem steigen die Preise für die Skitickets voraussichtlich um 2,3 Prozent.
- Die Branche begründet das mit höheren Personal- und Energiekosten sowie Investitionen.
In den vergangenen fünf Jahren sind die Preise für Tageskarten auf den Schweizer Skipisten bereits um mehr als sieben Prozent gestiegen. Effektiv bezahlten die Gäste pro Skitag 37,60 Franken, wenn Rabatte, Abos und Ähnliches eingerechnet werden.
Dieser Trend nach oben bleibt auch in der kommenden Wintersaison bestehen. Wie die «Tagesschau» berichtet, wird das Skifahren durchschnittlich um voraussichtlich weitere 2,3 Prozent teurer.
Konkret heisst das: Wer etwa in Saas-Fee VS oder Gstaad BE auf die Piste will, zahlt pro Tag 84 Franken. Berno Stoffel ist Direktor von Seilbahnen Schweiz. Er begründet die höheren Preise mit Personal- und Energiekosten sowie mit Investitionen. Viele Skigebiete hätten ausserdem ihre Anlagen modernisiert.
«Wenn man ein neues Produkt hat, das Neues bietet, kann man auch den Preis nach oben bewegen», sagt Stoffel. Nicht alle Regionen ziehen mit: Jungfrau und Arosa-Lenzerheide erhöhen die Preise laut eigenen Angaben gegenüber «SRF» nicht.
«Dynamic Price» ist für Seilbahnen-Chef kein Problem
Mehrere Gebiete setzen zudem auf «Dynamic Pricing». Dabei richten sich die Preise nach der Nachfrage, an schönen Wochenenden kostet das Ticket also mehr. Seilbahnen-Direktor Stoffel sieht darin kein Problem.
«Der Gast akzeptiert, dass er bei bestem Wetter in der Hochsaison mehr bezahlen muss als in der Nebensaison.» In St. Moritz startet der Preis am kommenden Wochenende bei 47.50 Franken. In der Hochsaison wird er dreistellig.

Dabei läuft das Geschäft für die Seilbahnen so gut wie schon lange nicht mehr. Mit fast zwei Milliarden Franken Umsatz haben sie laut Seilbahnen Schweiz ein so gutes Ergebnis eingefahren wie seit 2014 nicht mehr.
Laut «SRF» haben sie in diesem Zeitraum in allen Bereichen zugelegt: Im Winter (plus 31 Prozent), im Sommer (plus 107 Prozent) und mit Gastro und Hotellerie (plus 140 Prozent).
Schweizer Gäste stellen weiterhin die Mehrheit
Der Winter wuchs damit am wenigsten, bleibt aber mit einem Anteil von 49 Prozent die wichtigste Einnahmequelle. Allein der Transport von Gästen brachte im vergangenen Winter 896 Millionen Franken ein – trotz mildem Wetter. Geholfen haben der Schnee im Spätwinter und die Beschneiungsanlagen. Die Zahl der Skitage blieb etwa gleich.

Im Winter kamen so viele Gäste aus dem Ausland wie seit zehn Jahren nicht mehr. Sie verbuchten über 10 Millionen Skitage. Die Schweizer Gäste stellten mit knapp 16 Millionen Skitagen weiterhin die Mehrheit, ihre Zahl sank aber um 5.3 Prozent.
Sommer lockte viele Ausflügler in die Höhe
Das Sommergeschäft steuerte ein Fünftel zum Umsatz bei. Besonders gefragt war das Berner Oberland bei deutschen Gästen. Dort und in der Zentralschweiz hat sich die Zahl der Sommergäste seit 2020 verdreifacht.

Im Wallis stieg sie um 13 Prozent, in der Ostschweiz um zehn Prozent. Der heisse Sommer lockte viele Ausflügler in die Höhe, und das milde Wetter verlängerte die Saison.












