Stadt Zürich

    Stadt Zürich: Tauben-Freunde ignorieren das Fütterungsverbot!

    Keystone-SDA Regional
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    Zürich,

    Taubenfütterungsverbot in Zürich zeigt keine Wirkung. An manchen Orten wird sogar mehr gefüttert – und die Taubenpopulation ist gestiegen, statt gesunken.

    Tauben füttern
    Trotz Verbot füttern in Zürich noch immer Menschen Tauben. - Depositphotos

    Das Fütterungsverbot für Tauben hat in der Stadt Zürich bisher nicht gewirkt: Statt weniger wird an einigen Orten sogar mehr gefüttert. Und statt weniger Tauben gibt es nun mehr.

    «Tauben füttern im Park» ist seit Januar 2023 per kantonalem Jagdgesetz verboten. Ziel war es, dass die Tauben weniger Futter finden und somit weniger häufig brüten.

    Eingetreten ist das Gegenteil. Aus falscher Tierliebe und Mitleid mit vermeintlich hungrigen Tauben wird das Fütterungsverbot gerne ignoriert.

    Verwilderte Stadttauben finden üppiges Buffet

    In der Stadt Zürich finden die verwilderten Stadttauben heute ein noch üppigeres Buffet als vor dem Verbot.

    Füttern Sie gerne Tauben?

    An verschiedenen, teils wechselnden Standorten werde noch mehr gefüttert als vorher, schreibt der Stadtrat auf eine schriftliche Anfrage der Grünen. Dies habe dazu geführt, dass die Taubenschwärme gewachsen seien und konzentrierter auftreten würden.

    Nicht nur in der Innenstadt gibt es heute solche Schwärme, sondern auch auf dem Lindenplatz in Altstetten oder auf dem Schwamendingerplatz.

    Taubenschwärme bleiben sesshaft

    Statt den ganzen Tag umherzuziehen und nach Futter zu suchen, bleiben die Tiere nun vermehrt am selben Platz mit dem reich gedecktem Tisch. Diese neue Sesshaftigkeit führt auch dazu, dass die Tauben häufiger an ungeeigneten Orten brüten.

    Die Stadt stellte an öffentlichen Plätzen Hinweistafeln auf, die aber offensichtlich wenig bringen. Fütternde Personen würden nach Möglichkeit von der Polizei oder der Wildhut direkt angesprochen.

    Massnahmen gegen Taubenplage

    Im Jahr 2024 wurden zudem sechs Bussen verteilt. Wie viele Tauben in Zürich herumflattern, kann die Stadt nicht beziffern.

    Der Bestand werde gegenwärtig zusammen mit Fachleuten erfasst. Die Resultate liegen aber erst im Herbst vor. Aufgrund dieser Erhebung sollen auch allfällige Massnahmen beschlossen werden.

    Zusätzliche Taubenschläge als Lösung?

    Möglich wäre etwa, zusätzliche Taubenschläge in Betrieb zu nehmen, wo Taubeneier durch Attrappen ersetzt werden.

    Solche Schläge gibt es bereits auf dem Lindenhof, in der Kirche St. Jakob und im Hauptbahnhof. In diesen werden pro Jahr rund 500 Taubeneier mit Gipseier ersetzt. Allerdings lassen sich Tauben nur dann an einen Schlag binden, wenn sie nicht sonst irgendwo gefüttert werden.

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    Kommentare

    User #2060 (nicht angemeldet)

    Das neue Jagdgesetz ist neben den Schuhen und Interessiert mich soviel wie die Beller!

    User #4284 (nicht angemeldet)

    -Gegen die VErbreitung müssen andere Maßnahmen her, als die Tiere verhungern zu lassen. Auch Tauben sind Tiere, die Hunger haben. Eier aus dem Nest nehmen, Taubenschläge installieren, die überwacht werden.... es gibt viele Möglichkeiten ohne Tierquälerei.

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