Stadt Winterthur will das Laub künftig liegen lassen
Die Stadt Winterthur testet einen neuen Ansatz in Sachen «Laubmanagement»: Sie lässt das Laub einfach liegen. Das soll das Bodenleben bereichern.

Der Versuch wird im Lindengutpark, auch «Vögeli-Park» genannt, durchgeführt. Dort haben Mitarbeitende von Stadtgrün und von Nachbargemeinden bereits die Stammfüsse der mächtigen Bäume eingezäunt. Innerhalb dieser Einzäunungen wird das Laub nun über den Winter liegenbleiben und sich langsam zersetzen.
Das versorge den Boden mit Nährstoffen und verbessere die Bodenstruktur, teilte die Stadt am Freitag mit. Laub werde neu als Ressource und nicht mehr als Entsorgungsgut mehr betrachtet.
Sofern sich der Versuch als Erfolg entpuppt, soll künftig ein Drittel des anfallenden Laubes in den städtischen Grünanlagen liegen bleiben. Das sind grob geschätzt 90 Tonnen.
Nicht liegengelassen wird das Laub bei Strassenbäumen. Dort werden die Blätter aus Sicherheitsgründen weiterhin eingesammelt. Das gleiche gilt für Wege, versiegelte Plätze, Sportrasen und andere Grünflächen, die genutzt werden.






