Sirnacher Gemeindezentrum: Kosten deutlich höher

    Linda Bachmann
    Linda Bachmann

    Münchwilen,

    Die Planung des Gemeindezentrums Dreitannen in Sirnach geht weiter. Der Gemeinderat hat die Perita AG mit der nächsten Projektphase beauftragt.

    Sirnachaktuell September 2026
    Das Sirnacher Gemeindezentrum soll saniert werden. z.V.g. - z.V.g.

    Die Perita AG soll die Planung für die Sanierung und Optimierung des Gemeindezentrums Dreitannen weiterführen. Darüber informiert die Gemeinde Sirnach in ihrem aktuellen Mitteilungsblatt. Der Gemeinderat hat den Auftrag für die nächste Projektphase vergeben.

    Grundlage dafür war ein öffentliches, zweistufiges Auswahlverfahren für ein Generalplanerteam.

    Beste Bewertung für Perita AG

    Von ursprünglich drei Planerteams wurden die Projekte der Perita AG und der Itten + Brechbühl AG für eine Überarbeitung ausgewählt. Nach der erneuten Beurteilung erhielt die Perita AG die beste Bewertung. Die Planungskommission hatte ebenfalls empfohlen, mit dem Team weiterzuarbeiten, so heisst es im Mitteilungsblatt.

    Der Auftrag umfasst die weitere Projektbearbeitung bis zum Baugesuch sowie die Generalunternehmer-Submission.

    Von 8,8 auf 12,3 Millionen

    Die aktuelle Kostenschätzung für das Projekt liegt bei rund 12,3 Millionen Franken. Zum Zeitpunkt der Gemeindeversammlung vom 10. Juni 2025 war für den Planungskredit von 435'000 Franken noch von 8,8 Millionen Franken ausgegangen worden. Eine vertiefte Prüfung habe jedoch laut Gemeinde gezeigt, dass in der damaligen Grobschätzung unter anderem Planerhonorare, Teile der Ausstattung und die Mehrwertsteuer nicht vollständig enthalten waren.

    Unter Einbezug dieser Positionen ergibt sich ein Vergleichswert von rund 12,1 Millionen Franken. Trotzdem soll die Perita AG weitere Einsparmöglichkeiten prüfen. Der Gemeinderat räumt zudem ein, die bisherigen Kosten nicht präzise genug kommuniziert zu haben.

    Neustart verworfen

    Ein Neustart des Verfahrens wurde ebenfalls geprüft, aber verworfen. Das Projekt basiert auf einem umfangreichen Mitwirkungsprozess. Nun soll die Planungskommission unter anderem die Raumnutzung und mögliche Kostensenkungen nochmals überprüfen.

    Anschliessend wird das Projekt erneut dem Gemeinderat vorgelegt. Später soll die Bevölkerung über das Projekt, die Kosten und die weiteren politischen Schritte informiert werden. ⋌ lin

    Dieser Artikel ist zuerst in den «Wiler Nachrichten» erschienen.

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