Stadt Zürich

    Serebrennikows Inszenierung in Zürich sorgt für Diskussionen

    Maike Lindberg
    Maike Lindberg

    Zürich,

    In Zürich sorgt Kirill Serebrennikows Inszenierung von Schnittkes Oper «Leben mit einem Idioten» für Gesprächsstoff. Die Premiere polarisiert.

    Kirill Serebrennikow in Zürich
    In Zürich sorgt Kirill Serebrennikow sorgt für gespaltene Gemüter. - keystone

    Am Opernhaus Zürich feierte am 3. November 2024 die Neuinszenierung von Alfred Schnittkes Oper «Leben mit einem Idioten» Premiere. Regie führte der russische Starregisseur Kirill Serebrennikow, wie «SRF Kultur» berichtet.

    Die Inszenierung weicht stark vom Original ab. Serebrennikow verzichtet auf direkte Bezüge zur Sowjetunion und verlegt die Handlung in die Gegenwart.

    Serebrennikow in Zürich: Kontroverse um politische Dimension

    Diese Aktualisierung sorgt für Diskussionen. Laut «NZZ am Sonntag» wurden alle russischen Bezüge entfernt, was Zensurvorwürfe aufkommen liess.

    Serebrennikow weist diese Vorwürfe entschieden zurück. Gegenüber dem «Tagblatt» erklärt er, er habe die Oper bewusst in die Gegenwart übertragen.

    Fokus auf menschliche Abgründe

    Der Regisseur betont, ihn interessiere vor allem die menschliche Natur. «SRF Kultur» zitiert Serebrennikow: «Ich will mich hier nicht damit beschäftigen, sowjetischen Bullshit zu entschlüsseln.»

    Werden Sie sich das Stück von Kirill Serebrennikow in Zürich ansehen?

    Stattdessen rückt er die «tiefen, furchterregenden, tierischen Elemente» in den Mittelpunkt. Die Inszenierung wird als holzschnittartig und slapstick-artig beschrieben.

    Musikalische Umsetzung gelobt

    Trotz der Kontroversen um die Inszenierung wird die musikalische Umsetzung gelobt. «SRF Kultur» hebt die exzellente Artikulation des Chores hervor.

    Auch Dirigent Jonathan Stockhammer erhält Anerkennung für seine Interpretation. Er führe souverän durch die komplexe Partitur Schnittkes.

    Die Neuinszenierung von «Leben mit einem Idioten» läuft noch bis zum 1. Dezember am Opernhaus Zürich. Sie verspricht, weiterhin für Gesprächsstoff zu sorgen.

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    Kommentare

    User #6535 (nicht angemeldet)

    Gegen das gibt es nur ein bewährtes Mittel, die altbekannte Spalt Tablette!

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