Schweizer Tourist: «Nicht so schmuddelig wie Schweizer Sex-Shops»

    Samina Stämpfli
    Samina Stämpfli

    USA,

    Porno wird salonfähig: Der Online-Streaming-Dienst «Pornhub» hat seinen ersten Pop-up-Store in New York eröffnet. Anstatt Sexfilme und Accessoires, wird in erster Linie Mode angeboten.

    Pornhub
    PayPal unterstützt nicht mehr länger Pornhub. - Screenshot / Pornhub Store

    Das Wichtigste in Kürze

    • Inmitten von bekannten Modelables hat der einschlägige Online-Streaming-Dienst «Pornhub» seinen ersten Pop-up-Store in New York eröffnet.
    • Accesoires wie Sexfilme werden aber nur zweitrangig angeboten.

    Das einschlägig bekannte Streaming-Portal Pornhub hat mit seinem ersten Merchandise-Shop, in den USA einen Nerv getroffen hat. Seit letzter Woche hat das Portal einen eigenen Pop-up-Store in New York - und das inmitten einer Ladenstrasse mit grossen und bekannten Mode-Marken wie Moschino und Chanel, wie «Computer Bild» berichtete.

    Nebst Shirts und Baseballcaps mit dem bekannten Logo, findet man im Pop-up-Store durchaus auch bekannte Accessoires. Dies aber nur am Rande.

    «Nicht so schmuddelig wie in der Schweiz»

    Ein Schweizer Tourist, der bei der Eröfnung des Pornhub-Stores dabei gewesen ist, sagte gegenüber der New Yorker «Daily News», dass der Pop-up-Store was komplett anderes für ihn sei als Sex-Shops in der Schweiz, welche oft schmuddelig und viel zu offensiv seien.

    Porno wird salonfähig.
    Porno wird salonfähig. - Screenshot / Pornhub

    Ist dies ein neuer Trend? Auch die Zürcher Boutique «Sensuelle» möchte gegen Aussen kein Schmuddel-Image vermitteln. Auf ihrer Homepage wird aktiv mit dem Slogan: «Bei Sensuelle gibt es nichts Verfängliches und nichts Anrüchiges.» geworben. Gemäss Claudia Sieber, Stellvertretende Geschäftsführerin von «Sensuelle», musste man aber auch nie gegen ein solches Image ankämpfen. Von Anfang an wurde darauf geachtet, den Laden gegen aussen schön hell zu präsentieren und auf den Verpackungen keine nackten Frauen abzubilden, erklärt die Geschäftsführerin auf Anfrage von Nau.

    Trotz dem ganzen Online-Handel kann die Boutique immer noch zahlreiche Kunden vorweisen. «Der Grossteil der Kunden ist zwischen 30 und 55 Jahren alt. Ursprünglich wollten wir Frauen ansprechen, doch mittlerweile kommen auch viel Männer oder Paare, weil sie die Atmosphäre im Laden anspricht.»

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