Schweizer Privatbanken steigern verwaltete Vermögen um 2,8 Prozent

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Im Krisenjahr 2020 stieg das verwaltete Vermögen der Schweizer Privatbanken auf 2,9 Billionen Franken.

    Julius Bär
    Das Logo der Zürcher Vermögensverwaltungsbank Julius Bär. - SDA

    Das Wichtigste in Kürze

    • Während des Krisenjahres 2020 stieg das von Privatbanken verwaltete Vermögen um 2,8 %.
    • Damit konnten sie sich relativ schnell vom Pandemieschock erholen.

    Die Schweizer Privatbanken konnten im Krisenjahr 2020 das von ihnen verwaltete Vermögen auf 2,9 Billionen steigern. Das entspricht einem Zuwachs von 2,8 Prozent, wie das Prüfungs- und Beratungsunternehmen PWC in seinem am Donnerstag veröffentlichten «Private Banking Market Update 2021» schreibt. Die Privatbanken hätten sich damit relativ schnell vom Pandemieschock erholt.

    Die grössten Geldzuflüsse verbuchten die grösseren Privatbanken mit mehr als 10 Milliarden verwalteten Vermögen.

    Reserve
    Die Mehreinnahmen nutzt der Kanton Obwalden , um seine finanzpolitische Reserve zu erhöhen. - Keystone

    Sie erzielten einen Zuwachs von 3,4 Prozent. Die kleineren mit weniger als 2 Milliarden Vermögen mussten hingegen Federn lassen. Die Geldabflüsse lagen hier bei 2,8 Prozent. Laut PWC vertrauen Kunden in Krisenzeiten eher grösseren Instituten ihr Geld an, zudem seinen diese in den Wachstumsmärkten Asien-Pazifik, Lateinamerika und dem Nahen Osten besonders stark.

    Starker Wettbewerb führte zu tieferer Betriebsertragsmarge

    Durch die anhaltenden Negativzinsen und den starken Wettbewerb sank die Betriebsertragsmarge der Privatbanken um 7 Punkte auf nunmehr 82 Basispunkte. Die grossen litten besonders, mit einem Minus von 11 Punkten auf 67 Basispunkte. Kleinere und mittlere Banken konnten hingegen ihre Marge bei rund 90 Punkten halten.

    Durch die anhaltend starke Konkurrenz zwischen den Privatbanken und die tiefen Nettozinserträge erhöht sich laut PWC der Konsolidierungsdruck unter den Banken weiter. 2020 fanden sechs Akquisitionen statt. In Zukunft könnte es vor allem unter kleineren Banken vermehrt zu Aufkäufen oder Zusammenschlüssen kommen. Aktuell zählt PWC noch 82 Privatbanken in der Schweiz.

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