Schweizer NGOs fordern Befreiung von Natallia Hersche

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die schweizerisch-belarussische Doppelbürgerin wurde bei Protesten in Minsk gegen Machthaber Lukaschenko verhaftet. Die NGOs fordern ihre Freilassung.

    Barbara Gysin
    Zehntausende waren auf den Strassen von Minsk. Die Demonstranten schwenken historische belarussische Flaggen in den Farben der Opposition. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Schweizer NGOs richten einen Brief an Aussenminister Ignazio Cassis.
    • Sie kritisieren den Bundesrat ungenügenden Einsatz für die Befreiung von Narallia Hersche.
    • Die schweizerisch-belarussische Doppelbürgerin wurde bei den Protesten in Minsk verhaftet.

    Schweizer Menschenrechtsorganisationen fordern in einem am Freitag publizierten offenen Brief an Aussenminister Ignazio Cassis die Befreiung von Natallia Hersche. Die Schweizerisch-Belarussische Doppelbürgerin sitzt seit einem Jahr in einem Gefängnis in Belarus.

    Hersche hatte am 19. September 2020 in Minsk an einer Kundgebung gegen das Regime des Machthabers Alexander Lukaschenko teilgenommen und wurde dabei verhaftet.

    Den offenen Brief unterzeichnet haben die Schweizer Menschenrechtsorganisationen ACAT-Schweiz, Campax, DeutschSchweizer PEN Zentrum, humanrights.ch, Libereco und Razam.ch. Sie kritisieren den «ungenügenden Einsatz des Schweizer Aussenministers Ignazio Cassis» für die Befreiung von Hersche.

    Fehlender politischer Willen beim Bundesrat

    Ausserdem stellen sie einen fehlenden «politischem Willen» beim Bundesrat fest, Druck und «wirksame Massnahmen» gegenüber Belarus zu ergreifen. Sie fordern die Regierung dazu auf,«gegenüber Belarus gezielte bilaterale wirtschaftliche Sanktionen zu verhängen».

    Um dem offenen Brief Nachdruck zu verleihen, haben die Menschenrechtsorganisationen eine Online-Petition gestartet. Ausserdem werden Libereco und Razam.ch am Sonntag um 15 Uhr in Zürich beim Bellevue eine Mahnwache am Jahrestag der Inhaftierung von Natallia Hersche abhalten.

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