«Schock» für Familie: Berghotel-Neubau komplett niedergebrannt
«Die Familie schaute auf die Flammen und weinte»: Im Berghotel Bischofalp in Elm GL ist ein Grossbrand ausgebrochen, der grosse Teile des Hotels zerstörte.

Das Wichtigste in Kürze
- Am 1. Oktober ist ein grosser Teil des Berghotels Bischofalp in Elm GL niedergebrannt.
- Die Aufräumarbeiten laufen, während Experten den Schaden und die Ursache klären.
- Der Präsident der Baukommission berichtet: «Die ganze Familie schaute gemeinsam auf die lodernden Flammen und weinte.»
- Die Betreiberfamilie plant trotz des Brands die Wiedereröffnung per Dezember 2027.
Es ist bereits dunkel, als es auf der Bischofalp in Elm GL am 1. Oktober plötzlich immer heller wird. Nach und nach steht das Berghotel Bischofalp komplett in Flammen. Der Brand ist von weither zu sehen.
Bis in den Morgenstunden sind die Feuerwehren von Glarus Süd und Glarus mit den Löscharbeiten beschäftigt. Bald ist klar – die laufende Ausbauphase, die insgesamt 2,85 Millionen Franken kostet, wird wohl von vorne beginnen müssen.
Thomas Stocker, Verwaltungsrat und Präsident der Baukommission beschreibt, wie die Betreiberfamilie des Berghotels den Brand miterlebt hat: «Die ganze Familie schaute gemeinsam auf die lodernden Flammen und weinte.»
Gegenüber Nau.ch erklärt er, wie es der Familie nun geht und wie es mit dem Berghotel weitergeht.
«Der Familie Hefti und allen weiteren Beteiligten geht es gut. Der erste Schock ist verdaut, die Trauer aber nach wie vor hoch», sagt Stocker. Die Familie sei als erste auf dem Brandplatz gewesen. «Es war aber schon zu spät, um noch etwas zu retten.»
«Das Ausmass des Schadens ist immens»
Beim ersten Betreten des Berghotels nach dem Brand folgte die nächste Erschütterung: «Das Ausmass des Schadens ist immens», sagt Stocker.
Auch die beteiligten Unternehmen seien erschüttert, ihr Werk in Flammen aufgehen zu sehen. «Viele Arbeiten standen kurz vor der Vollendung.»
Die Schadenssumme könne nur schwierig ermittelt werden, da kein fertiges Gebäude niedergebrannt sei, erklärt Stocker. «Wir erstellen aktuell einen Überblick und sind mit den Versicherungen sowie Sanierungsexperten im Austausch», sagt er.
Solange die Schadenursache nicht geklärt sei, lasse sich die Versicherungslage nicht abschliessend beurteilen. Es wird aber davon ausgegangen, «dass der Schaden grösstenteils versichert ist», so Stocker.
«Es geht vorwärts»
Der Präsident der Baukommission schaut bereits voraus: «Gemeinsam sind wir guten Mutes, dass unsere Bischofalp am 1. Dezember 2027 wieder in Betrieb gehen wird.» Die Aufräumarbeiten seien gestartet und die ersten Rekonstruktionen bereits in Vorbereitung.
«Es geht vorwärts», sagt Stocker. Dass ein provisorischer Gastrobetrieb bereits zur kommenden Wintersaison eröffnet werde, sei nicht nur realistisch, «sondern schon fast in Stein gemeisselt».
Das Hotel werde den Gästen auch in der nächsten Winter- aber auch Sommersaison bewirten.
«Uns kommt entgegen, dass das Untergeschoss mit den Sanitären Anlagen und der Haustechnik den Brand fast unbeschadet überstanden hat.» Zudem habe das Hotel auf den Vorplätzen genügend Platz für ein provisorisches Gasthaus.
Die «grösste Hürde», wie sie Thomas Stocker beschreibt, sei die kurze Zeit zur Vorbereitung. Doch auch diesbezüglich ist er zuversichtlich: «Aber das schlagkräftige Team der Bischofalp kennt keine Hindernisse.»














