Polizei sucht in Aare weiter nach Vermisstem

    Alina Brenken
    Alina Brenken, Sandra Christen

    Bern,

    Ab heute sind im Kanton Bern Sommerferien. Wer nicht verreist, der kühlt sich in der Aare im Marzili ab. Genau dort wird aber seit Samstag ein Mann vermisst.

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    «Ich kenne Leute, die nicht in die Aare gehen, weil sie Angst haben» - Nau

    Das Wichtigste in Kürze

    • Heute beginnen im Kanton Bern die Schul-Sommerferien.
    • Wer noch arbeitet, gönnt sich über Mittag den Sprung in die Aare.
    • Seit Samstag wird in genau diesem Gebiet jedoch ein Schwimmer vermisst.

    Heute starten in Bern die grossen Sommerferien – jedenfalls für die Kinder. Viele der Erwachsenen müssen jedoch trotz wunderschönem Wetter arbeiten. Ein Sprung in die kühle Aare ist für sie deshalb genau die richtige Mittagsbeschäftigung.

    Eine erfrischender Schwumm am Mittag fördert die Leistungsfähigkeit. Doch: Seit Samstag wird beim Marzili ein Schwimmer vermisst. Dieser kam in der Aare in Schwierigkeiten und wurde seither nicht mehr gesehen, trotz sofort eingeleiteter Suchaktion der Kantonspolizei Bern.

    Ausgedehntes Suchgebiet

    «Die Suche läuft auf Hochtouren», sagt Jolanda Egger von der Kantonspolizei Bern. Über das Wochenende sei vom Land- und vom Wasserweg aus gesucht worden. «Heute suchen wir vor allem von Booten aus und haben das Suchgebiet vom Marzili bis zum Wasserkraftwerk Mühleberg erweitert.»

    Beim vermissten Mann handelt es sich um einen Schweizer, wie die Kantonspolizei Bern bestätigt.

    Respekt, nicht Angst

    Dass ein Bad in der Aare nicht nur schön, sondern auch gefährlich sein kann, hält die Marzili-Besucher nicht von einem Sprung ins kühle Nass ab. Die Bernerin Alma Kaiser ist in der Nähe der Aare aufgewachsen und sagt: «Ich habe keine Angst vor dem Fluss, aber Respekt.» Der vermisste Schwimmer gibt ihr aber zu denken: «Ich würde gerne wissen, was da genau passiert ist.»

    Berufsschüler aus Zug, die heute in Bern ihren Schulabschluss feiern, erfreuen sich ebenfalls am Fluss mitten in der Hauptstadt. Sie sind sich bewusst: «Man sollte nie alleine in die Aare gehen und sicher ohne Alkohol-Einfluss.» Die Schüler lassen sich trotz dem tragischen Vorfall vom Samstag ihre Freude am kühlen Nass nicht nehmen.

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