Petrobras: Erste Verurteilung eines Schweizer Bankiers durch die BA

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Im Zusammenhang mit der Petrobras-Affäre kam es in der Schweiz zu einer ersten Verteilung: Die Bundesanwaltschaft bestraft einen früheren Tessiner Banker.

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    Eingang der Tessiner Privatbank PKB in Lugano. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Bundesanwaltschaft hat einen früheren leitenden Mitarbeiter der Tessiner PKB bestraft.
    • Der Ex-Banker habe durch «schwere Fehler» die Geldwäscherei von 17,5 Mio. CHF ermöglicht.
    • Es ist die erste Verurteilung eines Schweizer Bankers bezüglich der Petrobras-Affäre.

    Die Bundesanwaltschaft (BA) hat einen ehemaligen leitenden Angestellten der Tessiner PKB Privatbank wegen Geldwäscherei bestraft. Es ist die erste Verurteilung eines Schweizer Bankers durch die Bundesanwaltschaft im Zusammenhang mit der Petrobras-Affäre.

    Durch seine «schweren Fehler, Unregelmässigkeiten und Unvorsichtigkeiten» habe das Ex-Generaldirektions-Mitglied Privatbank in Lugano die Geldwäscherei von 17,5 Millionen US-Dollar ermöglicht.

    Die Information, die am Donnerstag vom Portal Gotham City enthüllt wurde, stammt aus einem Strafbefehl der Bundesanwaltschaft vom 23. Mai 2022, von dem der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ebenfalls eine Kopie vorliegt.

    Brasilianisches Schwarzgeld im Tessin gewaschen

    Der ehemalige Bankmanager erhält eine Geldstrafe von 270'000 Franken, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird. Der Strafbefehl werfe ein Schlaglicht auf aus Brasilien stammendem Schwarzgeld, das im Tessin gewaschen werde, betonte das Portal.

    Noten Geldwäsche Symbolbild
    Eine Person hält einige 100-Dollar-Noten in den Händen (Symbolbild). - Keystone

    Die Bank PKB war das erste Schweizer Finanzinstitut, gegen das im Zusammenhang mit diesem weitverzweigten Korruptionsskandal ermittelt wurde. Im Jahr 2018 hatte die Finanzmarktaufsicht Finma sie wegen schwerer Mängel in ihrem Anti-Geldwäsche-Dispositiv sanktioniert.

    Die Affäre «Lava Jato» war 2014 in Brasilien aufgeflogen. Sie deckte Bestechungsgelder auf, die korrupte Beamte der halbstaatlichen Ölgesellschaft Petrobras erhalten hatten. Damit deckte sie illegale Finanzkreisläufe und manipulierte Verträge auf.

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