Osteoporose wird in der Schweiz häufig nicht erkannt und behandelt

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Zürich,

    Die rheumatische Knochenerkrankung Osteoporose wird in der Schweiz gemäss der Rheumaliga häufig nicht erkannt und nicht ausreichend behandelt. Hierzulande erhalten laut der International Osteoporosis Foundation (IOF) rund 684’000 betroffene Frauen keine Behandlung.

    Frauengesundheit
    Osteoporose ist eine Knochenerkrankung, die die Struktur schwächt und das Risiko für Brüche erhöht. - Depositphotos

    Wie gross die Unterversorgung bei Männern sei, sei bisher nicht bekannt, stellt die Rheumaliga anlässlich des Welt-Rheuma-Tags vom Montag fest. Die Rheumaliga will nun mit der ersten nationalen Osteoporose-Kampagne das Bewusstsein für gesunde Knochen stärken und Menschen mit dem neuen Osteoporose-Risiko-Check dazu bewegen, sich frühzeitig mit ihrer Knochengesundheit auseinanderzusetzen.

    Ab dem 50. Lebensjahr erleidet laut Medienmitteilung jede zweite Frau und jeder fünfte Mann im Laufe des Lebens einen Knochenbruch infolge von Osteoporose. Die Krankheit entwickelt sich dabei oft über Jahre hinweg ohne Beschwerden.

    Die Rheumaliga stellt fest, dass selbst nach einem Knochenbruch häufig keine gezielte Abklärung erfolge. Diese Versorgungslücke führe dazu, dass vermeidbare Frakturen entstünden.

    In der Schweiz fehle es bisher an einer breiten Sensibilisierung. Die Kampagne mit den Slogans «Keine Welt ist gepolstert genug für brüchige Knochen» oder «Keine Welt ist weich genug für brüchige Knochen» wird dabei auf Alltagsnähe statt medizinische Bilder gesetzt. Der Aufruf, frühzeitig die Knochengesundheit einzuschätzen, soll dazu einladen, sich früher mit der eigenen Knochengesundheit und möglichen Risikofaktoren auseinanderzusetzen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Enkelkinder
    145 Interaktionen
    «Idealisiert»
    England Tiger
    148 Interaktionen
    England

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    a
    Auf SRF
    1 Interaktionen
    Zürich
    Zürich
    Zürich
    Zürich