Credit Suisse Beschattungsskandal: Mittelsmann begeht Suizid

    Annina Häusli
    Annina Häusli, Simon Binz

    Zürich,

    Ein Beteiligter im Beschattungsskandal der Credit Suisse um Top-Banker Iqbal Khan hat Suizid begangen. Er soll sich in seiner Existenz bedroht gesehen haben.

    credit suisse
    Das Hauptquartier der Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Privatermittler, der von der Credit Suisse angeheuert wurde, hat Suizid begangen.
    • Er war im Fall Khan das Bindeglied zwischen der Bank und der kleinen Detektiv-Kanzlei.
    • Der Mann soll sich in seiner Existenz bedroht gesehen haben.

    Ein Beteiligter im Beschattungsskandal der Credit Suisse um Top-Banker Iqbal Khan hat Suizid begangen. Dies berichtet das Finanzportal «Inside Paradeplatz».

    Nachdem der Skandal bekannt wurde, soll der Mann um seine berufliche Zukunft, sowie vor einer Mitschuldigkeit Angst gehabt haben. Deshalb habe er sich am vergangenen Dienstag das Leben genommen.

    Der Ermittler war das Bindeglied zwischen CS-Sicherheitsdienst und der Detektiv-Kanzlei, die die Beschattung von Khan übernommen hatte. Der Anwalt der Detektiv-Kanzlei bestätigt den Suizid gegenüber «Blick».

    Credit Suisse Iqbal Khan
    Die Credit Suisse liess ihren einstigen Vermögensverwalter Iqbal Khan überwachen. - Twitter/@Moneycab

    Credit Suisse Beschattungsskandal um Iqbal Khan

    Die Überwachung des ehemaligen CS-Managers Iqbal Khan sorgte in den vergangenen Wochen für Wirbel. Die Credit Suisse hatte ein Detektivbüro namens Investigo mit der Beschattung des Top-Bankers beauftragt.

    Die kleine Sicherheitsfirma aus Otelfingen ZH erhielt den Auftrag jedoch nicht von der Bank direkt, sondern von dem Mittelsmann.

    Affäre Khan
    Iqbal Khan: Der Ex-Banker der Credit Suisse arbeitet seit Anfang Oktober bei der UBS. - Twitter

    Der Sicherheitsexperte mit einer Einmannfirma erhielt den Auftrag für die Verfolgung von Khan laut Bericht vom CS-Sicherheitschef.

    CS kündigt Pressekonferenz an

    Übers Wochenende wurde spekuliert, ob CS-CEO Tidjane Thiam seinen Job verlieren würde. Das sei jedoch nicht der Fall, schreiben mehrere Zeitungen.

    Laut dem «Tages-Anzeiger» hat die Überwachung aber personelle Konsequenzen. Die Grossbank will offenbar am Dienstag eine interne Untersuchung offenlegen.

    Spekuliert wird über eine Entlassung von Thiams Chief Operating Officer Pierre-Oliver Bouée. Er soll den Auftrag zur Überwachung von Khan gegeben haben.

    Tidjane Thiam Schweizer
    Tidjane Thiam, CEO von Credit Suisse CS. (Archivbild) - Keystone

    Khan soll laut Medienberichten überwacht worden sein, um sicherzustellen, dass dieser nicht versuche, Leute für die UBS abzuwerben, bei welcher er selbst ab Oktober eine Stelle antritt.

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