Migros

    Migros Aare warnt Diebe jetzt mit Schild an der Kasse

    Simon Ulrich
    Simon Ulrich

    Bern,

    Der Detailhändler redet potenziellen Dieben neu mit einem Hinweis ins Gewissen. Ob dies mit steigenden Diebstahl-Zahlen zu tun hat, sagt die Migros Aare nicht.

    Self-Checkout Migros
    Die Migros spricht potenziell Diebe mit einem Hinweis ins Gewissen. - Nau.ch

    Das Wichtigste in Kürze

    • An den Self-Checkout-Kassen der Supermärkte wird tagtäglich geklaut.
    • Die Migros Aare versucht nun mit Warnschildern, Diebstähle zu verhindern.
    • Wer erwischt wird, muss mit einer Anzeige und einer Gebühr von 250 Franken rechnen.

    Wer beim Self-Checkout schummelt, riskiert am Ende weit mehr zu bezahlen, als er eingespart hätte. Das zeigen etliche Medienberichte über Langfinger, die zu Geldstrafen und Bussen verurteilt worden sind.

    Nichtsdestotrotz werden täglich Waren an den Selbstbedienungskassen der Supermärkte vorbeigeschmuggelt.

    Die Migros Aare versucht neben Stichproben neuerdings auch mit einem eindringlichen Warnhinweis, die Betrügereien einzudämmen.

    «Diebstahl lohnt sich nicht!», heisst es auf den Schildern, die seit Anfang März unterhalb der Kassen-Bildschirme angebracht sind. «Ladendiebe werden der Polizei übergeben und verzeigt.» Zudem stelle man den Schuldigen 250 Franken für die Umtriebe in Rechnung.

    Migros: «Diebstahlrate auf sehr niedrigem Niveau halten»

    Handelt es sich um eine Reaktion auf steigende Fallzahlen?

    Die Grossverteiler geben sich stets zugeknöpft, wenn es um ihr Sicherheitsdispositiv und die Verluste durch Diebstähle geht. Das ist in diesem Fall nicht anders.

    Auf Anfrage schreibt die Migros Aare lediglich: Mit den derzeitigen Vorkehrungen, inklusive den Warnschildern, könne «die Diebstahlrate auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten werden».

    Hast du beim Self-Checkout schon einmal etwas absichtlich nicht gescannt?

    Das gelte für sämtliche Kassen: die bedienten, die Self-Checkout-Kassen und die Subito-Systeme.

    Der Detailhändler betont, dass sich die überwiegende Mehrheit ehrlich und korrekt verhält. «Grundsätzlich gehen wir bei unseren Kundinnen und Kunden immer von aufrichtig handelnden Personen aus.»

    Bei Coop sieht man aktuell keinen Bedarf für Warnhinweise. Was nicht heisst, dass das so bleibt: «Die Sicherheitsvorkehrungen werden bei Coop kontinuierlich analysiert und bei Bedarf weiterentwickelt», schreibt die Medienstelle.

    Zahl der Ladendiebstähle massiv gestiegen

    Laut polizeilicher Kriminalstatistik ist die Zahl der Ladendiebstähle zwischen 2020 und 2023 von 16'342 auf 24'252 gestiegen. Also um 48 Prozent.

    Die Detailhändler sehen indes keinen Zusammenhang zwischen dieser Zunahme und der wachsenden Zahl von Self-Checkout-Kassen und Self-Scanning-Systemen. Sie geben stets an, die Diebstahlquote habe sich seit deren Einführung nicht signifikant verändert.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #7957 (nicht angemeldet)

    Warum lohnt es sich nicht?

    ROBABI

    Wann wird es bei Migros möglich sein, bar zu bezahlen? Bei der SBK kann man dort nur mit Karte bezahlen.

    Weiterlesen

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