Mieses Spiel mit Mona Vetsch: «Macht mich unglaublich wütend»
Immer wieder gibt es KI-Fakes von Mona Vetsch, viele Leute fallen auf die Betrüger herein. Die Moderatorin kämpft dagegen und ist «unglaublich wütend».

Das Wichtigste in Kürze
- Mona Vetsch kämpft seit Jahren gegen KI-Bilder von Betrügern.
- Sie meldet die Anzeigen auf den Social-Media-Plattformen, doch diese machen nichts.
- Facebook und Co. profitieren von den KI-Fakes, da es bezahlte Werbung ist.
Schweizer Promis, die verraten, wie man innert kürzester Zeit reich wird, die verhaftet werden oder verprügelt worden sind: Solche Anzeigen finden sich immer wieder in den sozialen Medien, oftmals mit einem mit KI veränderten Foto. Dahinter stecken Betrüger, die den Menschen das Geld aus den Taschen ziehen wollen.
Opfer solcher Verfälschungen wurden unter anderem Roger Federer, Alain Berset oder Mona Vetsch. Die Moderatorin hat sich gegenüber SRF erneut dazu geäussert und sagt: «Ich fühle mich hilflos, und es macht mich unglaublich hässig.»
Vor etwa drei Jahren habe es angefangen, erzählt Vetsch. Anfänglich habe sie es noch als Einzelfall abgetan, doch es ging immer weiter – und wurde immer mehr. Vor allem im ersten Halbjahr 2025 habe es stark zugenommen, die Fälle hätten sich verfünffacht.
Und sehr viele Menschen fallen auf die schockierenden oder vielversprechenden KI-Bilder herein. Mit einem Klick darauf kommt man auf eine gefälschte «Blick»-Seite, wo ein angebliches Interview mit Vetsch angezeigt wird. Und dort macht sie Werbung für ein Anlagetool – «natürlich alles Fake», sagt die echte Mona Vetsch.
Die Opfer des Betrugs kämen aus allen Altersklassen, so die Moderatorin. Ein Lehrling habe gehofft, mit den Fake-Anlageoptionen sein Geld vermehren zu können. Einige Rentner hätten wegen des Betrugs ihr Geld verloren.
Plattformen verdienen mit den Anzeigen Geld
Mona Vetsch kämpft gegen die Betrüger: Sie meldet die Anzeigen auf den sozialen Medien und gibt an, es sei Betrug, Fake oder gar Identitätsbetrug. Doch die Antwort von Facebook und Co sei immer dieselbe gewesen: «Wir konnten keinen Verstoss gegen unsere Richtlinien feststellen.»
Mona Vetsch vermutet, dass die Social-Media-Plattformen gar kein Interesse daran hätten, die Fakes zu entfernen: Es handelt sich um bezahlte Anzeigen, mit denen die Plattformen Geld verdienen – auch wenn es Betrugsversuche sind.
Auch Anklage habe sie schon eingereicht, die Staatsanwaltschaft wegen des Identitätsdiebstahls eingeschaltet. Die Cyber-Polizei sei aktiv geworden. Doch die KI-Fakes gibt es weiterhin.
Die Moderatorin bittet ihre Fans, weiterhin solche Anzeigen sofort zu melden und so den Druck auf die Plattformen aufrechtzuerhalten. Und sie gibt einen Tipp, wie auch echt aussehende Videos als Fakes entlarvt werden können: «Am schlechten Thurgauer Dialekt.»
Auch Kapo Thurgau warnt
Bereits vor einem Jahr warnte das SRF-Aushängeschild vor den Fakes. «Nein, ich muss nicht ins Gefängnis, und nein, ich würde euch nie irgendeine zwielichtige Investitionsmöglichkeit ans Herz legen.»
Damals meldete sich auch die Kantonspolizei Thurgau: «Mona Vetsch, eine unserer Lieblingsthurgauerinnen, wird von Online-Gaunern gerade so richtig durch den Dreck gezogen.» Man solle die Fakes melden und nicht draufklicken. «Bleibt kritisch.»













