Dieser Jäger hat fertig gejagt: Vor rund zwei Wochen schoss ein Jäger in Muotathal SZ aus Versehen auf ein Lama. Sein Patent wurde ihm sofort entzogen.
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Lamas im Entlebuch, die als Herdenschutztiere Schafe vor Wölfen und Hunden beschützen. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor rund zwei Wochen tötete ein Jäger in Muotathal SZ ein Lama.
  • Der Fehlschuss führte dazu, dass der Jäger sein Patent verlor.
  • Der Fall wird nun von der Staatsanwaltschaft behandelt.

Vor rund zwei Wochen hat in Muotathal im Kanton Schwyz ein Jäger aus Versehen ein Lama erschossen. Der Fehlschuss zieht Konsequenzen mit sich: Dem Jäger wird das Patent entzogen.

Wie «SRF» berichtet, weideten vier Lamas gemeinsam mit einer Schafherde am Waldrand. Die Lamas befinden sich dort als Schutz der Schafe – vor Wölfen oder streunenden Hunden.

Staatsanwaltschaft prüft Bestrafung

Der Jäger habe das Lama vermutlich mit einem Hirsch verwechselt, sagt Manuel Wyss, Abteilungsleiter Jagd des Kantons Schwyz, gegenüber «SRF». «Eine Fehlbeurteilung, die wir nicht tolerieren können.»

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Ein Jäger. (Symbolbild) - Keystone

Wyss leitete deshalb eine Untersuchung ein, das Jagdpatent wurde dem Jäger sofort entzogen. Nach dem Polizeiverhör wurde dann die Staatsanwaltschaft involviert. Diese prüfe nun den Sachverhalt und lege die Bestrafung fest.

Jäger wollte Fehlschuss verschweigen

Neben dem Fehlschuss wird dem Jäger auch zur Last fallen, dass er den Vorfall vertuschen wollte. Demnach wollte er mit dem Bauern den Fall «unter der Hand» klären.

Wyss ist sich sicher: «Dieser Jäger hat ziemlich sicher für eine Weile fertig gejagt.» Denn: Gibt ein Jäger einen Schuss ab, müsse er wissen, worauf er schiesst.

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