Kritik an Leitung der Freiburger Strafvollzugsanstalt
In anonymen Schreiben sind schwere Vorwürfe gegen die Leitung der Freiburger Haftanstalt erhoben worden. Die Dokumente berichten von Manipulationen bei den Dienstplänen, Mobbing und einem vergifteten Arbeitsklima, das vom Direktor ausgeht. Die Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes (VPOD) beantragt darum beim Kanton die Einleitung einer Verwaltungsuntersuchung.

Gewerkschaftssekretär Gaétan Zurkinden bestätigte am Samstag Berichte der Freiburger Zeitung «La Liberté». Die Vorwürfe seien schwerwiegend genug, um eine administrative Untersuchung zu rechtfertigen, damit der Sachverhalt geklärt und gegebenenfalls Abhilfemassnahmen ergriffen werden könnten, erklärte er der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Die Direktion für Sicherheit, Justiz und Sport (DSJS) habe der Gewerkschaft mitgeteilt, dass ihr Gesuch geprüft werde.
Die anonymen Schreiben, die an die Gewerkschaft, die zuständige Direktion sowie an mehrere lokale Medien gerichtet waren, üben Kritik an der Leitung der Freiburger Strafvollzugsanstalt, zu der das Zentralgefängnis Freiburg und die Strafanstalt Bellechasse in Sugiez gehören.
Sie betreffen mutmassliche Missstände bei den Arbeitszeiten und ein Klima der Angst, das von der Direktion offenbar geduldet werde. Zudem sei der stellvertretende Direktor der Freiburger Haftanstalt seit Ende August suspendiert, nachdem ein Mobbingverfahren gegen ihn eingeleitet worden sei, erklärte der Gewerkschaftssekretär.






