Konsumentenschutz kritisiert neues Tarifmodell der CKW

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Der neue Netznutzungstarif des Luzerner Stromversorgers CKW AG wird von der Stiftung für Konsumentenschutz kritisiert.

    Sara Stalder
    Nicht einverstanden mit dem neuen Tarif der CKW ist Sara Stalder von der Stiftung für Konsumentenschutz. - KEYSTONE/ Marcel Bieri

    Die Stiftung für Konsumentenschutz kritisiert den neuen Netz-Leistungstarif des Luzerner Stromversorgers CKW AG. Das Modell benachteilige normale Haushalte übermässig, teilte sie am Donnerstag mit.

    Mit dem neuen Tarif verrechnet die CKW einen Betrag für die 15 Minuten im Monat, in denen der Stromverbrauch am höchsten war. Dies soll ein Anreiz sein, Geräte, die viel Strom brauchen, nicht gleichzeitig einzuschalten und so das Netz nicht mit hohen Leistungsspitzen zu belasten.

    Die Stiftung für Konsumentenschutz kritisierte das neue Modell. Die meisten Haushalte hätten keine Strommanagementgeräte, die zufällige Leistungsspitzen verhindern könnten. Die CKW benachteilige damit die Konsumentinnen und Konsumenten.

    Der Konsumentenschutz glaubt zudem nicht, dass die CKW ihre Ziele bei der Netzbelastungen erreichen kann. Für den Netzausbau seien nicht einzelne Leistungsspitzen relevant, sondern der Energieverbrauch von Grosskunden oder Quartieren, teilte er mit.

    Sara Stalder nimmt Stellung

    Sara Stalder, Geschäftsleiterin des Konsumentenschutzes, erklärte in der Mitteilung, dass die Vorstellung, mit dem neuen Tarif die Leistungsspitzen in Privathaushalten glätten zu können und so weniger ins Netz investieren zu müssen, illusorisch sei. Sie verlangte, dass die CKW das «willkürliche und unwirksame Tarifmodell» nicht einführe.

    Die CKW wies gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA die Kritik zurück. Konsumentinnen und Konsumenten würden nicht benachteiligt, denn der Netz-Leistungstarif werde nicht zusätzlich zu den bisherigen Kosten eingeführt. Vielmehr sinke im Gegenzug der Netz-Einheitstarif pro Kilowattstunde um 40 Prozent, sodass die Kosten für einen Durchschnittshaushalt «in etwa gleich» blieben.

    CKW reagiert auf Vorwürfe

    Die CKW bezifferte die Kosten, welche ein normaler Haushalt pro Monat für die Leistungsspitze zahlen muss, auf 7,5 Franken. Wer darauf achte, dass nicht alle grösseren Geräte gleichzeitig eingeschaltet seien, könne ein paar Franken pro Monat sparen.

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