Knecht Reisen streicht 20 Prozent der Stellen wegen Corona-Krise

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA, Redaktion

    Aarau,

    Der Reiseveranstalter Knecht Reisen muss wegen der Corona-Krise 20 Prozent seiner Arbeitsplätze abbauen. Dies soll vor allem über natürliche Abgänge geschehen.

    Fritsche Reisen AG
    Die Fritsche Reisen AG stellt auf Ende Oktober die Geschäftstätigkeit ein. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Knecht Reisen will bis Ende des laufenden Jahres 20 Prozent des Personals abbauen.
    • Dies soll über natürliche Abgänge geschehen, Entlassungen sind trotzdem unumgänglich.
    • Auch die Zahl der Filialen soll reduziert werden.

    Der Reiseveranstalter Knecht Reisen wird bis Ende Jahr 20 Prozent der Belegschaft abbauen. Auch das Filialnetz wird, um die Folgen der Coronavirus-Pandemie zu bewältigen, gestrafft.

    Der Stellenabbau geschehe über natürliche Abgänge, erklärte Konzernchef Roger Geissberger in einem Interview mit dem Portal «Travelnews.ch». Entlassungen seien dennoch unumgänglich. Der Fernziel-Spezialist ist von der Krise besonders stark betroffen.

    Tourismus auf Mallorca
    Ein Badeurlaub endete für einen 27-jährigen Niederländer tödlich. - dpa

    Das Unternehmen beschäftigt gemäss eigenen Angaben über 300 Arbeitende. Die Stellenstreichung dürfte also um die 60 Personen treffen.

    Das Zweigstellennetz wird bis Ende Jahr um vier auf 21 Standorte reduziert. Geschlossen würden die Zweigstellen in Ruswil LU, Allschwil BL, Reinach AG und in Amriswil TG.

    Knecht Reisen: Umsatzrückgang von 70 Prozent

    Laut Geissberger werden die Ergebnisse im laufenden Jahr mit einem Umsatzrückgang von 70 Prozent «schrecklich» ausfallen. «An Gewinn ist nicht zu denken», warnte er. Schwarze Zahlen will Knecht Reisen erst ab dem Jahr 2021 wieder erzielen. Aber mit einem um 25 Prozent tieferen Umsatz als ursprünglich geplant.

    reisebüro
    Zahlreiche Reisebüros stellen erhöhte Reisekosten fest. - keystone

    Die Knecht Reisen Gruppe, die im Jahr 2018 einen Umsatz von 210 Millionen Franken erzielte, umfasst 17 Marken.

    Die Reisebranche durchlebt aktuell eine grosse Krise. Grosse Anbieter wie Hotelplan und Globetrotter hatten bereits letzte Woche eine Verkleinerung ihres Geschäfts angekündigt. Dabei ist eine Reduktion von Personal und Filialen geplant.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Nürnberg
    flugplan
    3 Interaktionen
    Nach Corona-Krise
    camper
    12 Interaktionen
    Branche freut's

    MEHR AUS AARAU

    aarau triathlon
    Aarau
    Riesen-Rüebli
    1 Interaktionen
    Kunstwerk
    Das Training für die Kleinsten funktioniert über Bewegung, Fantasie und Spass. Immer mit dabei ist der MuTiger.
    8 Interaktionen
    Training für Kids
    Müller Aarau SVP
    11 Interaktionen
    «Mehrheit zahlt mehr»