Stadt Zürich

    Kiosk-Kunde muss am Self-Checkout zahlen – weil ihn keiner benutzt

    Tim Camp
    Tim Camp

    Zürich,

    Der Self-Checkout in einem Kiosk am Zürcher Hauptbahnhof wird laut einem Verkäufer praktisch nie genutzt. Deshalb bittet er die Kundschaft, dort zu zahlen.

    Kiosk
    Die Self-Checkouts in den K-Kiosks scheinen nicht viel gebraucht zu werden. - zVg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Nau.ch-Leser kauft in einem Kiosk am Zürcher Hauptbahnhof eine Zeitschrift.
    • Er staunt, als der Verkäufer das Produkt dann am Self-Checkout einscannt.
    • Die Kassen würden kaum genutzt, erklärt er – sonst kämen sie noch weg.

    Samstagmorgen im Hauptbahnhof (HB) Zürich. «Guten Morgen, ich möchte gerne die Zeitschrift ‹Spiegel› kaufen». Als einziger Kunde nimmt sich der nette Verkäufer Zeit für den Nau.ch-Leser, packt die frisch eingetroffenen Zeitschriften aus dem Plastik aus.

    Dann meint der Verkäufer: «Bitte benutzen Sie die neue Self-Check-Kasse, die gleich neben der Kasse steht.» Dies, obwohl sich keine anderen Kunden im Kiosk aufhalten, es genügend Zeit gibt, die Kasse zu bedienen.

    Der Verkäufer erklärt: «Die Self-Check-Kasse wird von den Kunden leider praktisch nie benutzt. Und wenn dies weiter so bleibt, dann wird sie wieder weggenommen. Deshalb erledige ich das gleich für Sie.»

    Kiosk hält an Self-Checkout-Kassen fest

    Gesagt, getan. Der Verkäufer erledigt den Einkauf der Zeitschrift am Self-Checkout selbst. «Ich musste nur noch meine Bankkarte hinhalten», sagt der Nau.ch-Leser.

    Den Sinn erfüllt die Self-Checkout-Kasse damit allerdings nicht. Warum hält man also überhaupt daran fest?

    «Die Nutzung der Self-Checkouts ist stark vom Standort abhängig», erklärt Betreiberin Valora auf Anfrage. Die Kassen seien ein Zusatzangebot, um den Einkauf effizienter und bequemer zu gestalten.

    Die Nutzung und das Feedback würden laufend beobachtet. Man optimiere auch die Platzierung im Store laufend.

    Nutzen Sie die Self-Check-outs in den Läden?

    Dass die Self-Checkouts teilweise kaum genutzt werden, scheint also kein Problem darzustellen. Pläne, die Kassen zu entfernen, gibt es jedenfalls keine.

    Aber man will sie optimieren: «Wir planen aktuell ein Pilotprojekt mit einer neuen Benutzeroberfläche und einem grösseren Bildschirm.»

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