Stadt Zürich

    Ja zur Pistenverlängerung – wann kommen die Bagger?

    Fabia Söllner
    Fabia Söllner

    Zürich,

    Zwei Pisten des Flughafens Zürich sollen verlängert werden. Bis die Bagger kommen, dürfte jedoch noch einige Zeit vergehen.

    Flughafen Zürich
    Der Flughafen Zürich. (Archiv) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zwei Pisten am Flughafen Zürich sollen verlängert werden.
    • Bis zum Beginn der Bauarbeiten kann es jedoch noch dauern.

    Die Bürger des Kantons Zürich haben sich entschieden: Mit einer Mehrheit von 62 Prozent stimmten sie für die Flugpisten-Verlängerung von 10/28 und 14/32 am Flughafen Zürich.

    Doch bevor Reisende von dieser Erweiterung profitieren können, wird noch einige Zeit vergehen. Tatsächlich dürften vor dem Jahr 2030 keine Baumaschinen auf dem Gelände zu sehen sein, berichtet der «Tagesanzeiger».

    Ja zur Pistenverlängerung – rechnen Sie mit Einsprüchen?

    Dieses klare Votum ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einem sofortigen Baubeginn. In Wirklichkeit handelt es sich dabei nicht einmal um eine endgültige Zustimmung zum Projekt im Wert von 250 Millionen Franken.

    Die finale Entscheidung liegt beim neunköpfigen Verwaltungsrat des Flughafens, der das letzte «Go» geben muss.

    Flughafen Zürich
    Der Flughafen Zürich. (Archivbild) - keystone

    Nachdem diese Genehmigung eingeholt wurde, muss ein detailliertes Plangenehmigungsgesuch an den Bund gesendet werden. Besonders kompliziert wird es bei der Piste 10/28: Hier sind nämlich ganze 26 Hektar Ackerland vom Bau betroffen – ein Teil davon wird unwiederbringlich verloren gehen.

    Zusätzlich müssen wichtige Infrastrukturen wie die Hauptverkehrsader im Glattal – die Flughofstrasse – und eine grosse Gasleitung verlegt werden. Auch der Fluss Glatt, der bisher geradlinig in einem Kanal verläuft, erhält ein neues, naturnahes Bett. Da der Platz direkt am Ende der Piste nicht ausreicht, muss der Fluss in einen Tunnel umgeleitet werden.

    «Es wird mindestens ein Jahr dauern, bis das Plangenehmigungsverfahren abgeschlossen ist», sagt Flughafensprecherin Bettina Kunz zum «Tagesanzeiger». Zudem sei eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben.

    Es ist sehr wahrscheinlich, dass Einsprüche den Baubeginn verzögern werden.

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