Stadt Luzern

    Hitzesommer bedroht Lebewesen in den Luzerner Bächen

    Keystone-SDA Regional
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    Luzern,

    Die langanhaltende Hitze und Trockenheit ist für die Fische und Krebse in den Luzerner Flüssen und Bächen existenzbedrohend. Kurzfristigen Massnahmen können das Sterben dieser Wildtiere nicht verhindern.

    Aeschen leiden unter den hohen Wassertemperaturen. (Archivaufnahme)
    Aeschen leiden unter den hohen Wassertemperaturen. (Archivaufnahme) - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

    Der Fischereiverband Kanton Luzern hat diese Woche Alarm geschlagen. In vielen Gewässern spiele sich derzeit ein regelrechtes Drama ab, teilte er mit. Der Kanton steuere auf das «grösste Fischsterben aller Zeiten» zu.

    Schuld daran ist die anhaltende Trockenheit, die zu tiefen Wasserständen führt. Zudem ist das Wasser warm und hat nur noch eine geringe Sauerstoffkonzentration.

    Viele Fische und andere Wasserlebewesen würden sich in einer «existenzbedrohenden Lage»befinden, erklärte die kantonale Fischereiaufseherin Sybille Roos gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

    Ein Ende der Trockenheit ist nicht in Sicht. Roos rechnet deswegen mit «massiven Schäden bei der wassergebundenen Lebensgemeinschaft».

    Viele Gewässer betroffen

    Prekär ist die Lage in vielen kleineren und mittleren Fliessgewässern im Kanton Luzern. Roos nennt die Wigger in Alberswil, den Aabach in Ermensee, den Chärnsbach in Rothenburg oder die Grosse Aa in Sempach.

    Trocknet ein Abschnitt eines Fliessgewässers aus, verenden alle dort ansässigen Fische. Erwärmt sich das Wasser stark, kommen kälteliebende Fischarten wie Bachforelle oder Äsche unter Druck.

    Nach Angaben des Fischereiverbands bedeuten Wassertemperaturen ab 20 Grad Stress für die kälteliebenden Fische, ab 22 Grad leiden sie unter Sauerstoffmangel, ab 25 Grad ist ein Fischsterben zu befürchten. Roos weist darauf hin, dass neben Fischen auch Krebse, Muscheln und zahllose wirbellose Lebewesen betroffen sind.

    Umsiedlungen kaum noch möglich

    Der Kanton hat zwar einige Notabfischungen durchgeführt, diese können die Situation für die Fische aber kaum noch verbessern. Es gebe kaum mehr geeignete Gewässer für eine Umsiedlung, erklärt Roos.

    Der Kanton sperrte einen bekannten kühlen Rückzugsort für Fische bei der Einmündung des Rotbachs in die Reuss in Root ab. Dort brachte der Kanton den Hinweis an, dass das Baden zu unterlassen sei. Der Fischereiverband ruft generell dazu auf, auf das Durchwaten von Bächen und das Baden in Fliessgewässern zu verzichten.

    Verhindern lässt sich das absehbare Fischsterben nicht. Wie das Verdorren von Futterwiesen nicht aufzuhalten sei, lasse sich auch das teilweise Trockenfallen von Bächen und Bachabschnitten nicht verhindern, umschreibt der Kanton Luzern die Situation.

    Bezogen auf die Zukunft, sehen Fischereiverband und Kanton aber durchaus Handlungsmöglichkeiten. Es gelte, an positive Optionen für die zukünftige Ausrichtung von Gewässeraufwertung und Fischerei zu denken, schreibt der Kanton. Der Fischereiverband fordert etwa, die Gewässer schneller zu revitalisieren, die Fischwanderung zu erleichtern oder Ufer mit schattenspendenden Bäumen zu bepflanzen.

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    Kommentare

    User #2828 (nicht angemeldet)

    Das find ich gut, jetzt wird Fisch endlich billiger! Gruss, ein SVPler

    User #1506 (nicht angemeldet)

    Die Hotze macht mir auch nichts. Aber die armen Fische sollte man umsiedeln.

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