Appenzellerland

Herisau vs. Gais: Showdown um Donnschtig-Jass

Stefanie Rohner
Stefanie Rohner

Herisau,

Am 16. Juli entscheidet sich, ob Herisau oder Gais Austragungsort des Donnschtig-Jass wird. Die Vorbereitungen laufen aber in beiden Gemeinden.

DonnstigsJass
Könnte der Donnschtig-Jass schon bald Realität in Herisau werden? - SRF/Pascal Mora

Die SRF-Sendung Donnschtig-Jass wird am 23. Juli live aus Herisau oder Gais gesendet. Welche Gemeinde den Zuschlag bekommt, entscheidet sich am 16. Juli in Horgen ZH: Dann spielen die Jasser aus Gais gegen die Herisauer Vertreterinnen und Vertreter.

Indes laufen in Herisau wie auch in Gais die Vorbereitungen für die mögliche Austragung der Sendung. Präsident des Herisauer Organisationskomitees ist der Gemeinderat Glen Aggeler. «Wir sind soweit schon fertig mit den wichtigsten Vorbereitungen – umfangreich waren sie aber schon», sagt Aggeler und lacht.

Die Sendung beziehungsweise der Ablauf wird nicht jedes Mal neu erfunden – SRF hat dafür ein klares und umfangreiches Drehbuch. «Den Rahmen setzt das SRF, auch die Acts werden vom Sender gebucht. Wir müssen alles rundherum organisieren: die Festwirtschaft und den Platz. Wir liefern also die Plattform, SRF den Inhalt», so Aggeler.

Donnschtig-Jass
Gemeinderat Glen Aggeler erklärt: «Wir liefern die Plattform, SRF den Inhalt» - keystone

Für den Hauptakt sei man gut unterwegs, nun würden noch feine Justierungen fehlen. Sollten die Herisauer Jasserinnen und Jasser gewinnen, findet die Live-Sendung rund um die Chälblihalle statt.

«Auch die Plätze rundherum werden wie jeweils bei der Viehschau mit einbezogen. Zudem möchten wir die Strassenzüge im Ebnet ebenso Teil davon werden lassen. Dort wird ebenfalls gestuhlt. So können wir möglichst vielen Besuchern die Teilnahme und ein gutes Blickfeld ermöglichen», so Aggeler.

aggler herisau
Glen Aggeler. - pd

Das Schweizer Radio und Fernsehen wird – sollte Herisau gewinnen – eine Woche lang vor Ort sein, um alles aufzubauen. «Sie kommen anfangs der Austragungswoche mit Sattelschleppern und Lastwagen und das Areal rund um die Chälblihalle wird als Baustelle abgesperrt», erläutert Aggeler.

Nach dem Aufbau finden die ersten Ton- und Filmproben statt. Nach der Live-Sendung am 23. Juli, egal ob in Gais oder Herisau, wird sogleich alles wieder abgeräumt, damit am Freitag das Gelände wieder frei ist.

Viele Fans in Herisau

Das OK in Herisau besteht aus dreizehn Mitgliedern. Es sind Gemeindeangestellte und einige Private. Sollte es zur Durchführung kommen, werden rund 300 bis 400 Helferinnen und Helfer gebraucht. «Wir haben schon beinahe alle beisammen. Es fehlen nur noch rund 20 Helfende», so Aggeler.

Sollte Herisau den Jass am 16. Juli gewinnen, ist Aggeler sicher, dass man innerhalb dieser Zeit noch die letzten Helfenden mobilisieren könne. «Bei schlechtem Wetter brauchen wir aber gar nicht mehr, nur bei gutem Wetter werden die 20 zusätzlichen Helfenden gebraucht», meint Aggeler.

Ausserdem würden vom OK aus Gais in Herisau aushelfen, ebenso wie OK-Mitglieder aus Herisau dort helfen würden. «Wir haben auch darauf geachtet, möglichst viele Schnittstellen mit Gais zu erreichen. So haben wir zum Beispiel das Catering gemeinsam. So verschwenden weder wir noch Gais die Lebensmittel und Kosten, wenn die Austragung andernorts stattfindet», sagt der OK-Präsident.

Schaust du den Donnschtig-Jass an?

Man stehe nicht in Konkurrenz, auch wenn beide Gemeinden gerne Austragungsort wären. Man habe ein gemeinsames Helferkontingent. Die Festbänke würde Herisau nach Gais bringen lassen, sollte der Jass dort stattfinden.

Es wäre aber die erste Durchführung des Donnschtig-Jass in Herisau. Beim letzten Mal habe es aufgrund der Pandemie nicht geklappt.

«Es gibt viele Fans der Sendung hier, wir könnten ein tolles Fest ausrichten», meint Aggeler. Die Kosten für den Anlass würden sich auf 30’000 bis 40’000 Franken belaufen. Je nachdem, wie viele Gäste kommen und wie viel die Festwirtschaft dadurch abwirft.

«Der Betrag von 35’000 Franken ist vom Gemeinderat genehmigt und im Budget eingestellt. Stiftungen ergänzen die Finanzierung.»

Hinweis

Dieser Artikel ist zuerst in den «Herisauer Nachrichten» erschienen.

Kommentare

User #2170 (nicht angemeldet)

Den Schmalzgeber mag ich nicht!

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