In Basel wehrt sich eine Gruppe gegen Neubaupläne an der Elsässerstrasse indem sie in die alten Häuser eindringt und diese so besetzt.
basler herbstmesse - münsterplatz
Die Augustinergasse in Basel. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • In Basel wurde eine Liegenschaft bereits zum dritten Mal besetzt.
  • Die Aktivisten fordern mehr günstigen Wohnraum.

Es ist bereits das dritte Mal. Aus den Fenstern der Elsässerstrasse 128 bis 132 hängen Transparente, in den Räumen drinnen haben sich Autonome breit gemacht. Auf den Transparenten steht, wofür die Autonomen drinnen demonstrieren wollen: «Quartier selber machen». 

In einem Communiqué werden die Hausbesetzer konkreter. Mit ihrer Okkupation wollen sie «auf die Dringlichkeit der immer prekärer werdenden Wohnungsnot in Basel aufmerksam» machen. Denn an der Elsässerstrasse soll gebaut werden. Ein «luxuriöser Neubau für 20 Wohnungen und drei Büros» für wenige statt günstiger Wohnraum für viele. 

Das zehn Millionen Franken teure Vorhaben bezeichnen die Besetzer daher als «Spekulationsprojekt», das sich «in die Elsässerstrasse hineinfressen will, angetrieben durch eine Politik der Standort- und Stadtvermarktung».

Es ist dies bereits die dritte Hausbesetzung in diesem Jahr – schon Anfang und Ende Juni drangen Aktivisten in die Gebäude ein. Nachdem die Polizei mit einem Grossaufgebot die Liegenschaften zurückerobert hatte, wurden Türen und Fenster zugemauert. Dennoch gelang es den Autonomen nun erneut, in die Häuser einzudringen.