Gletscher-Skigebiete gehen nach Hitzesommer wieder in Betrieb
Ab Mittwoch lässt es sich auf dem Theodulgletscher in Zermatt wieder Skifahren. Der Hitzesommer und die damit verbundene Gletscherschmelze hatten den – üblicherweise ganzjährigen – Betrieb seit Ende Juli verunmöglicht.

Die Zermatt Bergbahnen AG kann den öffentlichen Skibetrieb am 14. Oktober wieder aufnehmen, wie es auf deren Webseite hiess. Die jüngsten Schneefälle und die tieferen Temperaturen hätten die Bedingungen deutlich verbessert, teilte das Unternehmen mit. Zuerst darüber berichtet hatte der «Blick».
Allerdings können noch nicht alle Pisten befahren werden. Den Bergbahnen zufolge laufen die Vorbereitungen für die Öffnung des Skilifts Plateau Rosa 3. Auf diesem Weg solle das Angebot bei «geeigneten Bedingungen» um einen Anfängerbereich und ein kleines Angebot im Snowpark erweitert werden.
Ende Juli hatten die Zermatt Bergbahnen das Sommerskifahren auf der Walliser Seite des Matterhorns aufgrund der Hitzewelle ausgesetzt. Einige Trainingspisten blieben jedoch für Teams von Swiss-Ski zugänglich.
Das Skigebiet wirbt mit «365 Tagen Skifahren im Jahr». Allerdings musste der öffentliche Skibetrieb in Zermatt bereits im extrem heissen Sommer 2022 vorübergehend eingestellt werden. Massive Gletscherschmelze, Blankeis und Spaltenbildung verunmöglichten den Schneesport.
Auch in Saas-Fee war der diesjährige Sommerbetrieb ab Mitte August der Hitze zum Opfer gefallen. Pisten und Gletscherinfrastruktur konnten unter den damaligen Bedingungen nicht mehr sicher betrieben werden, hiess es bei der Saastal Bergbahnen AG.
Inzwischen sind einige der Skilifte am Allalingletscher wieder zugänglich, wie der Webseite der Bergbahnen am Samstag zu entnehmen war. Der Aufwand für den Betrieb sei allerdings gross, erklärte deren Direktor Simon Bumann gegenüber dem Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von Radio SRF. Die Pisten würden mit Schnee vom letzten Jahr präpariert.
Längerfristig gilt der Skibetrieb auf dem schwindenden Eis als Auslaufmodell: Alleine diesen Sommer haben die Schweizer Gletscher 5,5 Prozent ihres Eises verloren. Den Verantwortlichen in Saas-Fee sei bewusst, dass das Gletscherskifahren ein «Verfalldatum» habe, sagte Bergbahndirektor Bumann zu SRF. Man versuche, das Angebot längstmöglich aufrechtzuerhalten. Aber irgendwann werde das «End of Life» kommen, so Bumann.






