Föhnsturm, Orkanböen und Lawinengefahr in der Schweiz

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA, Alexandra Aregger

    Bern,

    Am Wochenende weht ein heftiger Föhnsturm durch die Schweiz. Meteorologen warnen vor Orkanböen und einer erhöhten Lawinengefahr.

    Föhnsturm Orkanböen
    Die Alpen zeigen sich durch den Föhn. Foto: Thomas Warnack - DPA

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein heftiger Föhnsturm blies in der Nacht auf Samstag durch die Schweiz.
    • Auf dem Gütsch ob Andermatt UR erreichten die Böen Spitzen von 147 Kilometern pro Stunde.

    Der Föhnsturm sorgt nicht nur bei vielen für Kopfweh – sondern auch für milde Temperaturen. Dies besonders in der Nacht auf Samstag, in der ein heftiger Föhnsturm durch die Schweiz zog.

    Auch in tieferen Lagen blies es zünftig. In Les Diablerets VD erreichten die Böen Tempo 134 und in Meiringen BE 126.

    Weitere Orkanböen und milde Temperaturen

    Meteorologen warnten für den Verlauf des Morgens vor weiteren Orkanböen. Im Berner Haslital und im Urner Reusstal könnten die Winde demnach Spitzen von bis zu 130 Kilometern pro Stunden erreichen.

    Gleichzeitig schnellen die Temperaturen in die Höhe. Gemäss «SRF Meteo» sorgt der Föhn für Temperaturen bis zu 19 Grad.

    Lawinengefahr im Wallis und Tessin

    Wegen des Sturms und zugleich starker Schneefälle herrscht im südlichen Wallis, im Nordtessin sowie in der Gotthard-Region grosse Lawinengefahr. Es gilt die Gefahren-Stufe 4 von 5, wie das WSL-Institut für Schnee und Lawinenforschung (SLF) mitteilte.

    Neben den hohen Windstärken gab es in den Föhntälern in der Nacht auch milde Temperaturen. Im Glarnerland war es kurz nach 4 Uhr teils über 17 Grad warm. Auch auf dem Uetliberg ZH oder der Lägern AG war es rund zehn Grad wärmer als im Tal.

    Normalerweise ist die Temperatur in der Höhe tiefer als in Bodennähe. Dreht sich die Temperaturverteilung um, sprechen die Meteorologen von einer sogenannten Inversion. Diese ist typisch für Nebelwetter.

    Dabei liegt am Boden die schwere kalte Luft. Weil die warme, trockene Luft zu leicht ist, kann sie sich nicht unter die kalte Nebelluft mischen.

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