Zug

    Elternbildung verbindet Perspektiven und schafft neue Impulse

    Uwe Guntern
    Uwe Guntern

    Region Zug,

    Beim Vernetzungstreffen der Koordinationsstelle Elternbildung Kanton Zug tauschten Fachpersonen Erfahrungen aus und entwickelten neue Ideen.

    2026 Vernetzungstreffen Eltern
    Das Vernetzungstreffen zeigte einmal mehr, dass Elternbildung von Austausch, Zusammenarbeit und vielfältigen Perspektiven lebt. - zvg

    Was beschäftigt Eltern im Familienalltag? Wo braucht es neue Unterstützung? Und wie können bestehende Angebote so weiterentwickelt werden, dass sie Familien auch in einer zunehmend digitalen und komplexen Welt erreichen?

    Diese Fragen gaben am Vernetzungstreffen der Koordinationsstelle Elternbildung Kanton Zug Ende September den Takt vor. Am 21. September trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Elternbildung, Gemeinden, Kanton und Fachstellen im Kunsthaus Zug. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen, bestehende Angebote und die Frage, wie Zusammenarbeit künftig noch besser gelingen kann.

    Kunst öffnet Räume für Begegnung

    Das Kunsthaus Zug bot dafür einen besonderen Rahmen. Als Gastgeberin gab die Institution Einblicke in die Ausstellung «Weiterträumen». Dabei wurde sichtbar, wie Kunst Menschen miteinander ins Gespräch bringen und gemeinsames Erleben ermöglichen kann.

    Gerade für Eltern und Kinder entstehen dabei wertvolle Momente: Ein Kunstwerk kann zum Ausgangspunkt für Fragen, Gespräche und neue Sichtweisen werden. Damit eröffnet Kunst zugleich spannende Anknüpfungspunkte für die Elternbildung. Auch die digitale Lebenswelt stand im Fokus.

    Daniela Melone, Geschäftsführerin von Elternbildung CH, gab Einblicke in aktuelle nationale Entwicklungen und Projekte und zeigte auf, welche Themen die Elternbildung derzeit beschäftigen. Einen weiteren Impuls setzte die Hey Zug-Kampagne «Begleite dein Kind. Auch digital.». Sie unterstützt Eltern mit alltagstauglichen Anregungen dabei, ihre Kinder im Umgang mit digitalen Medien zu begleiten.

    Denn Smartphone, Social Media und digitale Angebote gehören längst zum Familienalltag – und werfen immer wieder neue Fragen auf.

    Im direkten Austausch entstehen Ideen

    Anschliessend wurde der persönliche Austausch zum Programm. Beim Speed-Dating kamen die Teilnehmenden rasch miteinander ins Gespräch. Welche Fragen beschäftigen Eltern derzeit besonders?

    Welche Angebote bewähren sich bereits? Wo braucht es neue Ideen? Und welche Herausforderungen lassen sich gemeinsam besser angehen?

    So entstand ein lebendiger Austausch über Fach- und Gemeindegrenzen hinweg. Unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven trafen aufeinander – und wurden zu möglichen Ansatzpunkten für die weitere Zusammenarbeit. Die Koordinationsstelle Elternbildung informierte zudem über aktuelle Projekte der Bildungsdirektion.

    Dazu gehört unter anderem Chance Zug. Das auf zwei Jahre angelegte Projekt begleitet Jugendliche, die auf wenig familiäre Unterstützung zurückgreifen können, auf ihrem Weg in eine Mittelschule oder in eine anspruchsvolle Lehre. Auch die Elternbildungsgutscheine standen im Mittelpunkt.

    Sie sollen Familien mit geringeren finanziellen Möglichkeiten den Zugang zu Elternbildungskursen erleichtern und damit dazu beitragen, dass Unterstützung möglichst viele Familien erreicht. Ein weiterer Schwerpunkt war die gewaltfreie Erziehung. Die Bildungsdirektion veröffentlicht dazu passende Angebote und unterstützt Institutionen finanziell bei Weiterbildungen.

    Ziel ist es, Wissen und Handlungsmöglichkeiten zu stärken und Eltern sowie Fachpersonen darin zu unterstützen, Kinder wertschätzend, respektvoll und ohne Gewalt zu begleiten.

    Vernetzung bringt Elternbildung weiter

    Das Treffen machte deutlich: Elternbildung entsteht nicht im Alleingang. Sie lebt vom Austausch, von unterschiedlichen Blickwinkeln und davon, Erfahrungen miteinander zu teilen. Wenn Gemeinden, Fachstellen, Kanton und weitere Akteurinnen und Akteure ihre Perspektiven zusammenbringen, entstehen neue Ideen und tragfähige Angebote.

    Mit der Koordinationsstelle Elternbildung schafft der Kanton Zug eine Plattform für diese Zusammenarbeit. Sie unterstützt Eltern und Erziehende dabei, den Familienalltag mit konkreten Impulsen, passenden Angeboten und neuen Perspektiven zu gestalten – heute und mit Blick auf die Herausforderungen von morgen. ⋌UG

    Hinweis

    Dieser Artikel ist zuerst in den «Zuger Woche» erschienen.

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