Der Kanton Zug hat einen neuen Weltmeister!
Andreas Kotala aus Steinhausen ist U18-Weltmeister im Racketlon. In Rotterdam feierte der 18-Jährige den grössten Erfolg seiner bisherigen Karriere.

Wer im Racketlon erfolgreich sein will, darf sich nicht auf eine einzige Stärke verlassen. Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis gehören zum Wettkampf – vier Sportarten, vier unterschiedliche Anforderungen. Andreas Kotala beherrscht sie alle.
Am vorletzten Wochenende bewies der 18-jährige Steinhausener in Rotterdam, dass er zu den Besten seiner Generation gehört: Er wurde U18-Weltmeister. Dabei war der Triumph keineswegs selbstverständlich.
Schon im vergangenen Jahr hatte Kotala an der U18-Weltmeisterschaft auf sich aufmerksam gemacht und die Bronzemedaille gewonnen. Nun, bei seinem letzten Anlauf in dieser Altersklasse, folgte der grosse Coup.
Anspruchsvolle Duelle
Der Weg zum Titel führte den Schweizer durch mehrere anspruchsvolle Duelle. Kotala setzte sich gegen Konkurrenten aus Tschechien, England und Polen durch.

Im entscheidenden Duell wartete schliesslich mit Amir Lavasani aus den USA sein grosser Rivale. Kotala behielt die Oberhand und durfte sich damit erstmals Weltmeister nennen.
Eine wichtige Trumpfkarte war dabei seine Leistung im Squash. In seiner Paradedisziplin konnte der Steinhausener besonders überzeugen und sich eine wichtige Ausgangslage für die weiteren Spiele verschaffen.
Genau diese Vielseitigkeit macht den Racketlon so anspruchsvoll: Wer am Ende ganz oben stehen will, muss über den gesamten Wettkampf hinweg konstant punkten.
Zwischen Schule und vier Rackets
Dass Kotala die nötige Disziplin dafür mitbringt, zeigt sich auch in seinem Alltag. Tagsüber sitzt der 18-Jährige im Schulzimmer, daneben trainiert er intensiv für seine sportlichen Ziele.
Abends gehört seine Zeit den vier Racketsportarten – und nicht selten steht jeden Tag eine andere Disziplin auf dem Trainingsplan. Doch der junge Weltmeister denkt bereits weiter als bis zum nächsten Turnier.
Nach der Schule möchte er Informatik an der ETH Zürich studieren. Spitzensport und Ausbildung unter einen Hut zu bringen, ist anspruchsvoll – für Kotala offenbar aber Teil des Plans. Mit dem Weltmeistertitel hat er nun einen wichtigen Meilenstein erreicht.
Die Bronzemedaille vom Vorjahr ist bereits Geschichte. Aus dem Medaillengewinner ist ein Weltmeister geworden. Und auch wenn seine Zeit bei den U18 endet, dürfte der Name Andreas Kotala im Racketlon noch länger zu hören sein.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «Zuger Woche» erschienen.








