Viele Landwirtschaftsfahrzeuge verfügen nicht über Gurte. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung rät, solche installieren zu lassen.
Der verunfallte Traktor steht auf dem stark abfallenden Gelände.
Ein verunfallte Traktor steht auf dem stark abfallenden Gelände. (Symbolbid) - Kapo Basel-Landschaft

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Landwirtschaftsfahrzeuge verfügen über keine Gurte.
  • Dies soll geändert werden.

Viele Landwirtschaftsfahrzeuge sind nicht mit Sicherheitsgurten ausgerüstet. Das führt oft zu fatalen Konsequenzen. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) rät zum Nachrüsten. Sobald ein Sitz die nötigen Befestigungspunkte aufweist, ist das Anbringen von Gurten möglich, wie die BUL am Mittwoch schreibt.

Fehlen diese Punkte, sollten sich die Betriebe für einen neuen Sitz entscheiden. Die Montage der Gurte sollte Fachleuten überlassen werden. Das Gurtensystem sollte je nach Betriebsart gewählt werden – es gibt bei Rollgurten zwei Systeme. Darauf sollten besonders Landwirte achten, die auch in Hanglagen fahren.

Zwei verschiedene Gurtsysteme

Beim einen System blockiert der ausgezogene Gurt automatisch auf der benötigten Länge. Ein Verlängern des Gurts ist erst nach dem Lösen möglich. Das System eignet sich für Hänge und gibt sicheren Halt im Fahrersitz an Hängen.

Das andere System blockiert den Gurt ab einer bestimmten Neigung oder Beschleunigung. Das erlaubt viel Bewegungsfreiheit und ist nur bedingt tauglich für Hänge. Zur Erinnerung an die Gurten stellt die BUL kostenlos Kleber und Hofausfahrtstafeln mit der Aufschrift «schon geschnallt?» zur Verfügung.