Die Bevölkerung und auch Fachleute aus verschiedenen Gebieten wünschen sich mehr naturbelassene Räume in der Schweiz.
Die Bevölkerung will mehr Urlandschaften: Urwald bei Derborence auf Gemeindegebiet von Conthey VS. (Archivbild)
Die Bevölkerung will mehr Urlandschaften: Urwald bei Derborence auf Gemeindegebiet von Conthey VS. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweizer Bevölkerung wünscht sich mehr naturbelassene Räume.
  • Die Gegenden mit dieser Wildnis sollten auch besser geschützt werden.

Die Bevölkerung und auch Fachleute aus verschiedenen Gebieten wünschen sich mehr naturbelassene Räume in der Schweiz. Die Gegenden mit dieser Wildnis sollten auch besser geschützt werden. Dazu gehören grosse Gebiete.

Die Wildnis als solche bewerten die breite Bevölkerung und die Fachpersonen aus Naturschutz, Verwaltung, Tourismus, Jagd- und Forstwirtschaft als etwas Positives, wie die Umweltorganisation Pro Natura am Donnerstag aufgrund einer Umfrage mitteilte.

Sie veröffentlichte die Resultate zum «World Wilderness Day» vom Samstag.

Unter Wildnis versteht eine Mehrheit grosse Gebiete mit wilden Tieren und umgestürzten Bäumen ohne Beeinflussung durch den Menschen. Wie Pro Natura schreibt, gibt es solche Urlandschaften in der Schweiz und Mitteleuropa kaum mehr. So verlor die Schweiz beispielsweise in den letzten 200 Jahren 90 Prozent ihrer Moore.

Allerdings kann die Wildnis auch in zuvor intensiv genutzte Landschaften zurückkehren. Die Akzeptanz für Renaturierungen von Wäldern, Gewässern, Mooren und Berggebieten nahm in den letzten Jahren zu, wie der Vergleich von Pro Natura mit einer Umfrage aus dem Jahr 2002 zeigt.

Mit der positiven Bewertung der Wildnis geht auch die Forderung nach mehr naturbelassenen Gegenden einher. Gemäss der Umfrage ist dieses Anliegen besonders unter den Fachleuten verbreitet. In der breiten Bevölkerung finden 95 Prozent eine grosse Artenvielfalt wichtig und knapp 90 Prozent eine ursprüngliche Natur.

Pro Natura befragte im Rahmen ihrer dreijährigen Wildnis-Kampagne rund 1200 Privatpersonen und 1100 Fachleute zum Thema.

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