Stadt Basel

    Bäume in Basler Parks kämpfen mit den Folgen des Rekordsommers

    Keystone-SDA Regional
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    Basel,

    Mit Giesssäcken hat die Basler Stadtgärtnerei die Jungbäume in den Parkanlagen vor dem Austrocknen geschützt. Dennoch hat der Rekordsommer Spuren an den Bäumen hinterlassen. Dies zeigt das Beispiel Birskopf, eine der belebtesten Grünanlagen der Stadt.

    Die Basler Stadtgärtnerei hat dieses Jahr zum Schutz der Jungbäume besonders oft Giesssäcke eingesetzt - zum Beispiel beim Birskopf.
    Die Basler Stadtgärtnerei hat dieses Jahr zum Schutz der Jungbäume besonders oft Giesssäcke eingesetzt - zum Beispiel beim Birskopf. - Keystone-SDA/Michel Schultheiss

    Während dort zwei junge Pyramidenpappeln die Trockenheit und Hitze unbeschadet überstanden, hatte ihr Nachbar, eine Trauerweide, weniger Glück – nur noch kahle Äste sind zu sehen. Die Ursache war allerdings nicht der diesjährige Sommer, sondern ein Pilzbefall, wie Petra Huser, die neue Leiterin der Stadtgärtnerei am Freitag am Birskopf vor den Medien erklärte.

    Die Wetterbedingungen habe den Baum dann noch zusätzlich gestresst. Noch Hoffnung besteht hingegen für eine Espe beim Birskopfsteg. Sie verlor zwar Blätter und kleinere Äste. Dabei handelt es sich jedoch um einen Selbstschutzmechanismus, wie Huser weiter sagte.

    Die Beispiele zeigten, dass die Stadtgärtnerei künftig besonders auf Diversifizierung beim neuen Baumbestand setzen müsse. Wüte ein Pilz oder Schädling, wie dies bei der besagten Trauerweide der Fall war, sei das Risiko eines Übergreifens bei einem gemischten Bestand kleiner.

    Japankäfer erschwert die Bewässerung

    Die Stadtgärtnerei bewässerte im Sommer intensiv die Jungbäume in den Parks, die im Gegensatz zu den älteren Gehölzen noch keine tiefen Wurzeln haben, um das Grundwasser zu erreichen. Der Japankäfer setzte jedoch Grenzen.

    Während dessen Flugzeit konnte die Stadtgärtnerei nicht ganze Anlagen bewässern. Daher wurden manche Wiesen wie beim Birskopf braun, während es nur rund um die Bäume grün blieb. Erst im August bewässerte die Stadtgärtnerei wieder den Rasen, um den Fadenwurm zur Bekämpfung des Japankäfers zu fördern.

    Ein Jungbaum braucht pro Woche rund 150 bis 400 Liter Wasser. Die Giesssäcke waren dabei eine Methode, die diesen Sommer besonders oft zum Einsatz kam. Dadurch kann das Wasser langsam und gleichmässig über mehrere Stunden in der Erde versickern – eine zeitsparende Methode.

    Noch ist keine Entspannung in Sicht: Es bräuchte bis zu sechs Wochen Dauerregen für eine komplette Erholung, wie Huser sagte. Wie viele Bäume dem Rekordsommer zum Opfer gefallen sind, ist noch nicht bekannt.

    Es bleibt den Frühling abzuwarten, um zu sehen, welche Bäume sich erholen konnten. Eine abschliessende Beurteilung sei erst in drei bis vier Jahren möglich. Daher wartet die Stadtgärtnerei noch mit Baumfällungen – es sei denn, dies ist aus Sicherheitsgründen notwendig.

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    Kommentare

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