Baselland

    Baselbiet: Kind nicht geimpft – Busse für Impfverweigerin

    Katharina Lehmann
    Katharina Lehmann

    Sissach,

    Wegen der Impfverweigerung für ihr Kind erhielt eine Baselbieterin eine Busse in Höhe von 300 Franken.

    masern Impfung Kind
    Eine Mutter aus dem Baselbiet verweigerte die Masern-Impfung ihres Kindes. Die Frau wurde per Strafbefehl zu einer Busse von 300 Franken verurteilt. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Trotz Kesb-Verfügung ignorierte eine Mutter die Masern-Impfung ihrer Kinder.
    • Laut Entscheid des Bundesgerichts war die Impfung verpflichtend.
    • Die Frau wurde per Strafbefehl zu einer Busse von 300 Franken verurteilt.

    Eine Frau aus dem Oberbaselbiet ignorierte eine Verfügung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Gelterkinden-Sissach zur Masern-Impfung ihrer Kinder.

    Der getrennt lebende Ehemann wollte die Kinder impfen lassen, die Frau lehnte dies ab. Da keine Einigung erzielt wurde, entschied das Bundesgericht: Die Impfung ist Pflicht.

    Die Kesb hatte der Frau im Juli 2023 eine letzte Frist gesetzt. Doch die Mutter liess diese verstreichen, wie die «bz Basel» schreibt.

    Lässt du dein Kind gegen die Masern impfen?

    Wegen der eskalierenden Situation verzichtete die Kesb auf eine Zwangsvollstreckung, weil sie wochenlang mit Protesten von Impfgegnern und Staatsverweigerern konfrontiert war. Die Behörde sah eine «Gefährdungssituation», die über die Impffrage hinausging.

    Für die Mutter hatte die Impfverweigerung dennoch Konsequenzen. Die 50-Jährige muss neben einer Busse von 300 Franken auch die Verfahrenskosten von 790 Franken tragen. Der Strafbefehl ist rechtskräftig, da keine Einsprache erhoben wurde.

    Politische Debatte und Rücktritt

    Der Fall beschäftigte laut der «bz Basel» auch den Baselbieter Landrat. Die ehemalige Grünen-Landrätin Laura Grazioli kritisierte die Entscheidung des Bundesgerichts, so den demokratischen Weg zu umgehen. Grazioli trat kurz darauf bei den Grünen aus und aus dem Landrat zurück.

    Unterstützung erhielt sie von SVP-Politiker Peter Riebli: «Es ist eine Zwangsimpfung, wenn die Eltern nicht einverstanden sind.»

    Kommentare

    User #2332 (nicht angemeldet)

    Hauptsache, dass die Kinder diese Impfung nicht erhalten haben! Eine Frechheit und Zumutung, dass diese verantwortungsvolle Mutter nun vom Staat gestraft wird. Mann könnte meinen, wir leben in einem Diktatorischen Land... Pfui

    User #4909 (nicht angemeldet)

    1964 hatte ich die Masern und lebe heute noch!

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