Autofahrer rast in Töffli-Gruppe – vier Jugendliche tot
Vier junge Menschen sind am Mittwochabend bei einem Verkehrsunfall in Brandenburg (D) ums Leben gekommen.

Das Wichtigste in Kürze
- In Deutschland erfasste ein Autofahrer eine Töffli-Gruppe – vier jugendliche starben.
- Ein 61-Jähriger überholte riskant und geriet in den Gegenverkehr.
- Notfallseelsorger betreuten Angehörige und traumatisierte Einsatzkräfte vor Ort.
Die Gruppe war kurz vor 20 Uhr auf einer Landstrasse bei Biesenthal nordöstlich von Berlin im Bundesland Brandenburg unterwegs. Die Jugendlichen waren gemeinsam auf ihren Töfflis unterwegs, als es zum Unglück kam.
Ein 61-jähriger Autofahrer wollte in einer riskanten Aktion mehrere Fahrzeuge gleichzeitig überholen. Da die Landstrasse keine Mittelbarriere hatte, geriet er in den Gegenverkehr, wo ihm die Gruppe der Jugendlichen entgegenkam.

«Er stiess in der Folge mit drei der vier ihm entgegenkommenden Kleinkrafträder zusammen», so ein Polizeisprecher.
Einer der Töffli-Fahrer konnte noch rechtzeitig ausweichen und überlebte. Nach dem Zusammenstoss fing das Auto des 61-Jährigen Feuer. Der Feuerwehr gelang es, den Mann noch lebend aus dem brennenden Wrack zu befreien.
Er wurde mit schweren Verletzungen per Helikopter in ein Berliner Krankenhaus geflogen. Angaben zum genauen Zustand lagen zunächst nicht vor. Drei Jugendliche (15, 16, 19) und ein Beifahrer (14) erlitten so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle starben. Drei Töffli wurden beim Unfall komplett zerstört.
Rettungskräfte brauchen psychische Unterstützung
Die Landstrasse musste nach dem Unfall für mehrere Stunden vollständig gesperrt werden. Die Einsatzkräfte arbeiteten stundenlang an der Unfallstelle. Laut Polizei war selbst erfahrenes Personal von dem Anblick erschüttert.

Nach Polizeiangaben benötigten auch die Einsatzkräfte nach dem Einsatz psychische Unterstützung. Der Anblick der Unfallstelle hinterliess Spuren. Das zeigt, wie aussergewöhnlich schwer die Situation war. Notfallseelsorger kümmerten sich um die Angehörigen.
Diese waren zum Teil selbst an den Unfallort gekommen. Auch der einzige Überlebende der Gruppe wurde betreut. Er trauert nun um seine Freunde.












