Als Depot: Altersheime verlangen 10'000 Stutz Vorschuss

    Stephan Felder
    Stephan Felder

    Solothurn,

    Alters- und Pflegeheime verlangen seit mehreren Jahren Depotzahlungen vor Eintritten. Das sorgt für Kritik – und nun auch für erste Verbote.

    Altersheim
    Als Depot: Altersheime verlangen 10'000 Stutz Vorschuss - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Viele Alters- oder Pflegeheime verlangen Depotzahlungen zwischen 5000 und 15’000 Franken.
    • Dafür gibt es Kritik von Verbänden wie Pro Senectute.
    • Die ersten Reaktionen: Der Kanton Solothurn verbietet entsprechende Vorauszahlungen.

    Der Eintritt in ein Alters- oder Pflegeheim ist eine gewaltige Lebensumstellung. Und eine erhebliche finanzielle Belastung. Menschen mit begrenzten Mitteln können sich oft nicht einmal die Vorauszahlung leisten, schreibt der «Beobachter».

    Denn: Viele Alters- oder Pflegeheime verlangen Depotzahlungen, die zwischen 5000 und 15’000 Franken liegen. Das Geld dient dabei nicht als klassische Mietkaution, sondern als finanzielle Absicherung für das Heim. Eine Art Vorschuss für mögliche unbezahlte Rechnungen.

    Wie stehst du zu Depotforderungen von Alters- und Pflegeheimen?

    Laut dem Branchenverband Curaviva, der diese Praxis bereits seit 2005 empfiehlt, entspricht das Depot oft einer Monatsrechnung. Die durchschnittlichen Kosten für einen Pflegeplatz betragen dabei rund 10’293 Franken pro Monat.

    Kritik an den Depotzahlungen

    Die Einführung der Depotzahlungen wurde notwendig, nachdem Heime vermehrt mit offenen Forderungen nach Todesfällen konfrontiert waren. Sprich: Die Angehörigen kamen ihrer Zahlungspflicht nicht nach.

    Obwohl der Branchenverband die Depotforderung als unproblematisch einschätzt, sehen Hilfsorganisationen wie SOS Beobachter und Pro Senectute die Situation anders. Für viele Betroffene ist die Summe schlicht nicht erschwinglich.

    Oft führt die Depotforderung dazu, dass vorhandene Ersparnisse komplett aufgebraucht werden, was Betroffene in eine prekäre Lage bringt.

    Verbot im Kanton Solothurn

    Einige Kantone reagieren bereits auf die Kritik. Im Kanton Solothurn etwa wurde die Erhebung von Depotzahlungen ab 2022 verboten. Laut den Behörden dürfen zusätzliche Gebühren nicht zur Diskriminierung bestimmter Bevölkerungsgruppen führen.

    Auch Städte wie Winterthur und Basel-Stadt haben Regelungen eingeführt, um Menschen mit geringem Einkommen von den Vorschüssen zu entlasten. Dort können Ergänzungsleistungs- oder Sozialhilfebezüger von der Depotpflicht ausgenommen werden.

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    Kommentare

    User #4101 (nicht angemeldet)

    Ja die Alters und Pflegeheime ist ein riesen Problem und kostet sooo viel dass man sich 3 mal überlegt zu gehen.ich Kämpfe genau so mit dem Heim Problem Mann 97 pflegebedürftig bei Gesprächen mit Leuten die zuständig sind wurde mir klar gemacht dass zu wenig bar Vermögen da ist.also Wohnung verkaufen Geld anlegen ich darf es nicht angreifen was also woher eine bezahlbare Wohnung nehmen mit AHV wo die Miete schon die AHV wegfrisst.also da musst schon gut ausrechnen.auch die Arzt Rechnungen muss man gut im Auge behalten sonst bezahlst schnell 2 mal das Ärgert uns alten gewaltig

    User #3402 (nicht angemeldet)

    Die Alters und Pflegeheim endlich kommen die Missstände auf Auch die Stadt Zürich sind überteuert offenbar wird das Nicht kontrolliert Besser Wehr ist zuständig ?? Die meisten haben ein Zimmer oder sind sogar zu zweit untergebracht Es dürfte Höchstens Wie ein Zimmer Abgerrechnet werden und die anderen Leistung Auflisten Die Angehörigen haben Nicht s zu Sagen Der Stadt Bestimmt was für Missstände und die Politiker 🙈🙉🙊….

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