Im AKW Leibstadt wurden 2022 9753 Gigwattstunden Strom produziert. Das ist ein Rekord.
Wiesenblumen stehen im Vordergrund des Kühlturms des Kernkraftwerks Leibstadt.
Probleme bei Notstand- und Kernnotkühlsystemen im AKW Leibstadt blieben lange unentdeckt. - keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Dank technischen Erneuerungen konnte das AKW Leibstadt seine Produktion steigern.
  • Das Kraftwerk produzierte rund ein Siebtel des gesamten Schweizer Stroms.

Das AKW Leibstadt im Kanton Aargau hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben so viel Strom produziert wie nie seit der Inbetriebnahme im Jahr 1984. Technische Erneuerungen führten dazu, dass bei gleichbleibender Reaktorleistung die elektrische Leistung erhöht wurde.

Die Jahresproduktion von 9753 Gigwattstunden (GWh) entspricht rund einem Siebtel der gesamten Stromproduktion in der Schweiz, wie die Kernkaftwerk Leibstadt AG (KKL) am Donnerstag mitteilte. Die Produktion entspreche dem Stromverbrauch von gegen zwei Millionen Haushalten.

Im Jahr 2021 war die Produktion als Folge einer sechs Monate dauernden Revision knapp halb so hoch gewesen. Im vergangenen Jahr war das AKW an der Rheingrenze zu Deutschland für eine vier Wochen dauernde Revision vom Netz.

Ausserhalb dieser Abstellung produzierte die Anlage im Volllastbetrieb, abgesehen von einer Unterbrechung von zwölf Stunden aufgrund einer automatischen Turbinenabschaltung, wie es in der Medienmitteilung heisst.

Die Betreiberin plant nach eigenen Angaben Erneuerungsprojekte, damit das AKW bis mindestens ins Jahr 2045 betrieben werden kann. Seit der Inbetriebnahme seien in die Modernisierung und Instandhaltung 1,5 Milliarden Franken investiert worden.

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